Trump, AllmÀchtige

Trump, der AllmÀchtige: StÀrker denn je in zweiter Amtszeit

16.01.2025 - 22:11:32 | dpa.de

Donald Trumps RĂŒckkehr an die Macht ist an sich schon ein politisches Comeback, wie es die Welt selten gesehen hat.

Der Republikaner zieht noch dazu auf vielen Ebenen mit neuer StĂ€rke ins Weiße Haus ein. Und in seinen Positionen ist er nur extremer geworden. Eine explosive Mischung.

Kein Gegengewicht im Parlament

Trumps Republikaner haben nicht nur die Mehrheit im ReprĂ€sentantenhaus, sie kontrollieren auch den Senat. Das gibt dem designierten US-PrĂ€sidenten viel Handlungsspielraum im Kongress. Damit kann er Gesetzesvorhaben einfacher durch das Parlament bringen- ohne grĂ¶ĂŸere Gegenwehr der Demokraten.

Es bleiben zwar die ĂŒblichen parlamentarischen HĂŒrden, etwa die Tatsache, dass im Senat eine grĂ¶ĂŸere Mehrheit nötig ist, um viele Gesetzesvorhaben ĂŒberhaupt zur Abstimmung zu stellen. Doch Trump bleibt eine generelle Blockade-Front im Parlament erspart. Auch die BestĂ€tigung von Regierungsbeamten und Richtern kann er im Senat schneller vorantreiben, was die Umsetzung seiner Agenda erheblich erleichtert.

Immun gegen Strafverfolgung im PrÀsidentenamt?

Der Supreme Court entschied Anfang Juli mit seiner rechtskonservativen Mehrheit, dass Trump fĂŒr gewisse Handlungen aus seiner ersten Amtszeit ImmunitĂ€t genießt. Die historische Entscheidung kam als Folge einer Anklage gegen ihn wegen Wahlbetrugs zustande. Der kĂŒnftige PrĂ€sident hat damit zwar keinen kompletten Blankoscheck fĂŒr jegliches Fehlverhalten bekommen, aber es gibt ihm gefĂ€hrlichen Spielraum. Und Trump hat in seiner ersten Amtszeit klargemacht, dass er einer ist, der vor Grenzen nicht haltmacht.

Konservative Richter auf SchlĂŒsselposten

WĂ€hrend seiner ersten Amtszeit sorgte Trump mit der Besetzung mehrerer Richterposten am Supreme Court dafĂŒr, dass das oberste US-Gericht weit nach rechts rĂŒckte. Seitdem kippte das Gericht - lange nach Trumps Abschied aus dem Weißen Haus - zwar unter anderem das allgemeine Recht auf Abtreibung, was ihm politisch sehr nĂŒtzte. In seiner neuen Amtszeit kann Trump aber erst so richtig ernten, was er am Supreme Court gesĂ€t hat.

Trump installierte damals auch in unteren Instanzen viele neue Richter. Deren Einfluss könnte sich in Zukunft in FÀllen auszahlen, in denen politische Gegner Trumps Vorhaben auf juristischem Weg anfechten.

Ein politisch starkes Mandat

Trump gewann die Wahl deutlich klarer, als Umfragen vorausgesagt hatten. Er stand noch in der Wahlnacht als eindeutiger Sieger fest und gewann in allen sieben "Swing States", die politisch besonders umkĂ€mpft waren. Ein solcher Ausdruck von RĂŒckhalt - trotz aller Eklats, trotz der Attacke seiner AnhĂ€nger auf das Kapitol am 6. Januar 2021 und trotz mehrerer Anklagen in Strafverfahren - verleiht ihm auch politisch mehr Macht als vor acht Jahren.

Eine Partei auf Linie

Trump dominiert die Republikaner wie nie zuvor. Er hat Widersacher systematisch aus dem Weg gerĂ€umt - sowohl im Parlament als auch in der Partei. Der republikanische Parteiapparat ist ganz auf Trump ausgerichtet. Der Ex-PrĂ€sident installierte dort seine Schwiegertochter Lara Trump als eine von zwei Parteivorsitzenden. In seiner zweiten Amtszeit wird er in den eigenen Reihen wohl kaum noch auf nennenswerten Widerstand stoßen.

Mehr Erfahrung und umgeben von strammen Loyalisten

Nicht zuletzt hat Trump dazugelernt. Als er Anfang 2017 zum ersten Mal PrĂ€sident wurde, war er ein politischer Newcomer und wusste auch nach eigenen Angaben nicht wirklich, wie das politische GeschĂ€ft in der US-Hauptstadt funktioniert. Inzwischen kennt Trump die Akteure und den Regierungsapparat und weiß, wie er diesen fĂŒr seine Zwecke nutzen kann.

Seine erste Amtszeit war geprĂ€gt von Personalwechseln und Rausschmissen. Trump hatte damals noch einige moderatere Politiker um sich, die ihn zu MĂ€ĂŸigung drĂ€ngten - er trennte sich schnell von vielen. Diesmal schart er nur Personen um sich, die ihm treu ergeben sind und Ansagen befolgen dĂŒrften.

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