Donaueschingen: Gerichtseinigung sichert Familie Kampf das Pachtrecht
Veröffentlicht am: 08.11.2026 um 14:53 Uhr | Redaktion boerse-global.deIn Donaueschingen ist eine rechtliche Auseinandersetzung um eine Parzelle in der Kleingartenanlage Haberfeld mit einem Kompromiss zu Ende gegangen. Wie der SĂŒdkurier in einem Bericht vom 08.11.2026 meldete, wurde in dem Verfahren eine gerichtliche Einigung erzielt.
Demnach darf die betroffene Familie Kampf ihre Parzelle behalten und erhĂ€lt das Pachtrecht zurĂŒck. FĂŒr den Verbleib im Verein zahlt die Familie nach Angaben der Quelle jedoch einen hohen Preis.
Der Einigung war eine lĂ€ngere Phase der Konfrontation vorausgegangen. Der Konflikt zwischen Familie Kampf und dem Vorstand der Kleingartenanlage Haberfeld hatte zuvor mehrere Monate angedauert. Streitigkeiten dieser Art entzĂŒnden sich in Kleingartenvereinen hĂ€ufig an der Auslegung der Vereinsstatuten oder an KĂŒndigungen des PachtverhĂ€ltnisses durch die zustĂ€ndigen VerbĂ€nde.
Paralleler Konflikt um KĂŒndigung in Berlin-Pankow
Dass derartige Konflikte ĂŒber Jahre eskalieren und PĂ€chter vor erhebliche Belastungen stellen können, zeigt parallel ein Fall aus Berlin, ĂŒber den der Berliner Kurier in einem Bericht vom 08.11.2026 berichtete.
Im Ortsteil Rosenthal droht den PĂ€chtern Uta Spelleken (74) und Willy Spelleken (80) der Verlust ihres Gartens, den sie seit 21 Jahren bewirtschaften. Gegen das Ehepaar liegt bereits ein RĂ€umungsbescheid des Pankower Kleingartenverbands vor, der wegen eines Formfehlers allerdings noch nicht gĂŒltig ist.
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Der Streit im Berliner Norden schwelt seit Jahren. Nachdem Uta Spelleken im Jahr 2018 einen Schlaganfall erlitten hatte, folgten wiederholte Abmahnungen sowie Gartenbegehungen durch die Verantwortlichen. Als KĂŒndigungsgrund fĂŒhrt der Verband eine unzureichende Bewirtschaftung der Parzelle an.
Seit mittlerweile 8 Jahren bemĂŒht sich das Ehepaar Spelleken mit Gerichtsverfahren, WidersprĂŒchen und Ă€rztlichen Attesten um den Erhalt der Parzelle, bislang jedoch ohne dauerhaften Erfolg. Der Pankower Kleingartenverband lieĂ eine Anfrage zu dem Fall Spelleken nach Angaben der Quelle unbeantwortet.
Zunehmende Spannungen im Kleingartenwesen
Die FÀlle veranschaulichen die strikte Durchsetzung vereinsinterner Vorgaben in deutschen Kleingartenanlagen. PachtvertrÀge und gartenrechtliche Regelungen verpflichten KleingÀrtner in der Regel zu einer kontinuierlichen kleingÀrtnerischen Nutzung der Schollen.
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Geraten PĂ€chter durch gesundheitliche EinschrĂ€nkungen, hohes Alter oder persönliche Differenzen mit den VereinsfĂŒhrungen in Verzug, mĂŒnden Beanstandungen oft in KĂŒndigungen und RĂ€umungsklagen. WĂ€hrend in Donaueschingen nach monatelanger Auseinandersetzung vor Gericht ein Pachtrecht gesichert werden konnte, stehen Betroffene andernorts vor jahrelangen Verfahren ohne gesicherten Ausgang.
