dormakaba: EBITDA-Marge auf 16,1% gestiegen, Hauptsitz verkauft
Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 12:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die dormakaba Holding AG hat zum Abschluss ihrer Transformationsphase am 31. August 2026 Rekordwerte bei der Profitabilität für das abgeschlossene Geschäftsjahr 2025/26 (Stichtag 30. Juni 2026) vorgelegt.
Das Unternehmen erzielte eine bereinigte EBITDA-Marge von 16,1 Prozent, was einer Steigerung um 60 Basispunkte gegenüber dem Vorjahr entspricht. Parallel dazu kündigte der Konzern eine weitreichende Neuordnung der Beteiligungsverhältnisse und die Veräußerung seines Hauptsitzes an.
Wachstum bei Umsatz und operativer Profitabilität
Im vergangenen Geschäftsjahr erwirtschaftete dormakaba einen Nettoumsatz von 2.792,4 Millionen Schweizer Franken. Während das Unternehmen ein organisches Wachstum von 3,0 Prozent verzeichnete, wirkten sich negative Währungseffekte mit 4,9 Prozent belastend auf das Gesamtergebnis aus. Das bereinigte EBITDA belief sich im Berichtszeitraum auf 449 Millionen Schweizer Franken.
Trotz der operativen Zuwächse lag der Reingewinn mit 185,2 Millionen Schweizer Franken leicht unter dem Vorjahreswert von 188,0 Millionen Schweizer Franken. Dennoch zeigten sich wesentliche Kennzahlen verbessert: Die bereinigte operative Cashflow-Marge stieg um 80 Basispunkte auf 12,5 Prozent, und die Kapitalrendite (ROCE) erreichte 31,0 Prozent, was einem Zuwachs von 40 Basispunkten entspricht.
Die Unternehmensführung beabsichtigt, die Dividende um 3,3 Prozent auf 0,95 Schweizer Franken je Aktie zu erhöhen. Zudem wurde auf das seit Februar 2026 bestehende S&P-Rating von BBB verwiesen.
Immobilientransaktion zur Stärkung der Liquidität
Im Rahmen eines Sale-and-Leaseback-Verfahrens hat dormakaba den Verkauf seines Hauptsitzes in Rümlang für eine Summe von über 80 Millionen Schweizer Franken abgeschlossen. Der Käufer der Immobilie ist Schroders ImmoPLUS. Der Vollzug der Transaktion erfolgte am 1. September 2026. Die Vereinbarung sieht vor, dass dormakaba den Standort für zunächst 12 Jahre zurückmietet, wobei eine Option auf eine Verlängerung um weitere 10 Jahre besteht.
Wer sich mit Investitionen in Sicherheitsdienstleister und Infrastruktur befasst, sollte die weitreichenden Kapitalströme in diesem Sektor kennen. Dieser kostenlose Sonderreport zeigt, welche Branchen besonders von der strategischen Neuausrichtung Europas profitieren. 800 Milliarden Euro Investitionswelle: Diese Branchen profitieren konkret
CFO René Peter bezeichnete die Veräußerung als Maßnahme zur Stärkung der finanziellen Flexibilität des Konzerns. Gleichzeitig sichere der langfristige Mietvertrag die Kontinuität am Stammsitz ab.
Neustrukturierung der Eigentumsverhältnisse und Ausblick
Ein zentraler Bestandteil der künftigen Unternehmensstrategie ist die geplante Vereinfachung der Eigentümerstruktur. Zur Generalversammlung am 20. Oktober 2026 wird beantragt, den 47,5-Prozent-Anteil der Familie Mankel am operativen Geschäft für insgesamt 2,13 Milliarden Schweizer Franken zu übernehmen.
Die Finanzierung soll durch die Ausgabe von 36.161.560 neuen Aktien zu einem Preis von 58,0989 Schweizer Franken pro Stück sowie eine Barzahlung in Höhe von 29,9 Millionen Schweizer Franken erfolgen.
Die strategische Neuausrichtung ganzer Industriebereiche schafft oft neue Chancen für private Anleger am Aktienmarkt. Erfahren Sie in diesem Experten-Bericht, wie das sogenannte „olivgrüne Wirtschaftswunder“ die Bewertung von Unternehmen beeinflussen kann. Das „olivgrüne Wirtschaftswunder“ – jetzt kostenlosen Report sichern
Nach dem für den 7. Januar 2027 erwarteten Vollzug dieser Transaktion wird die Familie Mankel eine Beteiligung von 52,09 Prozent an dormakaba halten. Im Zuge dieser strukturellen Anpassung soll zudem der Verwaltungsrat von derzeit zehn auf acht Mitglieder verkleinert werden.
Für das kommende Geschäftsjahr 2026/27 gibt das Unternehmen eine Prognose nach IFRS-Standards ab. Erwartet wird ein organisches Wachstum von über 3 Prozent sowie eine operative Marge von mehr als 11 Prozent. Die operative Cashflow-Marge wird in einem Korridor zwischen 10,5 und 11,5 Prozent prognostiziert.
