Drucksicherheit, Gesundheitswesen

Drucksicherheit im Gesundheitswesen: Vasion erhält Imprivata-Zertifizierung

Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 23:06 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Vasion integriert Imprivata EAM für druckernahe Authentifizierung. Die Zertifizierung adressiert hohe Datenverlustrisiken und HIPAA-Strafen im Gesundheitssektor.

Vasion erhält Imprivata-Zertifizierung für sichere Drucklösungen im Gesundheitswesen
Ein moderner Drucker mit einem kontaktlosen Ausweisleser in einer klinischen Krankenhausumgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das Technologieunternehmen Vasion hat die offizielle Zertifizierung für vertrauenswürdige Identitäten in der Druckinfrastruktur des Gesundheitswesens erhalten. Durch die Einstufung als „Imprivata-Ready“ wird die Integration des Enterprise Access Management (EAM) von Imprivata in die Vasion-Plattform bestätigt. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, die Sicherheit sensibler Patientendaten beim Druckprozess durch eine verbesserte Authentifizierung zu gewährleisten.

Sicherheitsrisiken in der Druckumgebung des Gesundheitswesens

Die Relevanz sicherer Druckprozesse wird durch aktuelle Marktanalysen unterstrichen. Laut einer Studie von Quocirca aus dem Jahr 2025 waren 56 % der befragten Organisationen bereits von Datenverlusten betroffen, die im Zusammenhang mit Druckvorgängen standen. Als Reaktion auf diese Bedrohungslage haben Unternehmen ihre Budgets für Drucksicherheit im Schnitt um 13 % erhöht.

Insbesondere im Gesundheitssektor sind die finanziellen und rechtlichen Risiken von Datenpannen erheblich. Branchenbeobachter beziffern die durchschnittlichen Kosten für ein Datenleck in diesem Bereich auf über 10 Mio. US-Dollar. Hinzu kommen regulatorische Risiken: Verstöße gegen den Health Insurance Portability and Accountability Act (HIPAA) können mit Strafzahlungen von bis zu 1,5 Mio. US-Dollar pro Vorfall geahndet werden.

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Integration von Identitätsmanagement und Hardware

Die nun zertifizierte Lösung setzt direkt an der Schnittstelle zwischen digitaler Verwaltung und physischer Ausgabe an. Durch die Einbindung von Imprivata EAM in die Plattform von Vasion können sich Mitarbeiter im Gesundheitswesen direkt am Drucker authentifizieren. Dieser Vorgang erfolgt mittels eines sogenannten Badge-Tap, bei dem der Dienstausweis an das Lesegerät des Druckers gehalten wird.

Der technische Prozess sieht vor, dass Druckaufträge zunächst in einer sicheren Warteschlange verbleiben. Erst wenn der Nutzer seine Identität durch den Scan seines Ausweises zweifelsfrei am Gerät nachgewiesen hat, wird der Druckvorgang ausgelöst. Diese Vorgehensweise soll verhindern, dass vertrauliche Dokumente unkontrolliert in Ausgabefächern liegen bleiben und für Unbefugte zugänglich sind. Die nahtlose Verknüpfung von Identitätsmanagement und Druckfreigabe adressiert damit eine häufige Schwachstelle in der IT-Sicherheit von Kliniken und Arztpraxen.

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Compliance und regulatorische Standards

Neben der fachspezifischen Zertifizierung durch Imprivata verweist Vasion auf weitere bestehende Sicherheitsstandards, die die Integrität der Plattform stützen sollen. Das Unternehmen erfüllt nach eigenen Angaben die Anforderungen der Normen ISO 42001 und ISO 27001. Zudem liegt eine Zertifizierung nach SOC 2 Type II vor, die die Wirksamkeit der internen Kontrollsysteme über einen längeren Zeitraum bescheinigt.

Mit der neuen Zertifizierung für das Gesundheitswesen wird das Portfolio an Sicherheitsmaßnahmen erweitert, um den steigenden Anforderungen an den Datenschutz gerecht zu werden. Die Kombination aus etablierten Identitätsmanagement-Systemen und spezialisierter Druckinfrastruktur gilt in der Branche als notwendiger Schritt, um die Compliance-Vorgaben in einer zunehmend digitalisierten Medizinlandschaft zu erfüllen.

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