Dürre-Finanzierung, Mrd

Dürre-Finanzierung: 1,3 Mrd. Dollar für Landrestaurierung mobilisiert

Veröffentlicht am: 29.08.2026 um 17:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die UNCCD COP17 bündelt 1,3 Milliarden US-Dollar für 23 Länder, verschiebt ein globales Dürre-Abkommen jedoch auf 2028.

UNCCD COP17: 1,3 Milliarden Dollar für Landrestaurierung mobilisiert
Weite, trockene Steppenlandschaft in der Mongolei mit Anzeichen von Landrestaurierung und beginnender Begrünung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die 17. Weltwüstenkonferenz (UNCCD COP17) in der mongolischen Hauptstadt Ulaanbaatar ist mit weitreichenden Finanzierungszusagen zu Ende gegangen. Insgesamt wurden 1,3 Mrd. US-Dollar für grüne Investitionen mobilisiert, die der Landrestaurierung und der Verbesserung der Dürre-Resilienz dienen sollen. Die Mittel sind für Projekte in 23 Ländern auf fünf Kontinenten vorgesehen.

Finanzielle Zusagen und erhebliche Investitionslücken

Von der Gesamtsumme der in Ulaanbaatar zugesagten 1,3 Mrd. US-Dollar entfallen 644,5 Mio. US-Dollar auf neue finanzielle Verpflichtungen. Weitere 216,4 Mio. US-Dollar wurden als bereits bestätigte Mittel in den Rahmen der Konferenz eingebracht.

Trotz dieser Zusagen verdeutlichten die Verhandlungen das Ausmaß der globalen Herausforderung: Experten beziffern die jährliche Finanzierungslücke auf rund 280 Mrd. US-Dollar.

Während der weltweite Bedarf für effektive Maßnahmen gegen Landdegradation und Dürre auf 355 Mrd. US-Dollar geschätzt wird, stehen derzeit lediglich Mittel in einer Größenordnung von 70 Mrd. US-Dollar bis 77 Mrd. US-Dollar zur Verfügung.

Angesichts der Tatsache, dass bereits bis zu 40 % der weltweiten Landfläche als degradiert gelten, wurden auf der Konferenz neue Instrumente vorgestellt, um privates Kapital zu aktivieren. Hierzu zählen der Drought Resilience Index (DRI) sowie die Drought Resilience Investment Facility (DRIF).

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Letztere verfolgt das Ziel, privates Kapital in Höhe von 400 Mio. US-Dollar einzuwerben. Zudem wurde die Rangelands Flagship Initiative hervorgehoben, die ein Volumen von 1,2 Mrd. US-Dollar für insgesamt 45 Projekte umfasst.

Rolle der Global Environment Facility und nationale Beiträge

Die Global Environment Facility (GEF) kündigte im Rahmen der Konferenz ein neues integriertes Programm für Trockengebiete und Dürremanagement an. Dieses für den Zeitraum von 2026 bis 2030 (GEF-9) geplante Programm umfasst einen Zuschuss von 140 Mio. US-Dollar und soll insbesondere die Rangelands Flagship Initiative unterstützen.

Insgesamt sieht der GEF-9-Rahmen ein Volumen von 3,9 Mrd. US-Dollar vor, wovon 800 Mio. US-Dollar speziell für Programme reserviert sind, die im Einklang mit den Zielen der Weltenwüstenkonvention stehen.

Zusätzlich wurde ein sogenanntes Legacy Project der COP17 ins Leben gerufen. Dieses umfasst eine GEF-Investition von 3,3 Mio. US-dollar, die durch eine Kofinanzierung in Höhe von 8 Mio. US-Dollar ergänzt wird. Auf staatlicher Ebene signalisierte Indien verstärktes Engagement und verpflichtete sich zur Restaurierung von 26 Mio. Hektar Land.

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Vertagung eines globalen Dürre-Abkommens auf 2028

Trotz der Fortschritte bei der Projektfinanzierung konnte auf der COP17 kein rechtlich bindendes globales Dürre-Abkommen erzielt werden. Die Entscheidung über einen solchen internationalen Rahmen wurde auf die Nachfolgekonferenz COP18 vertagt, die im Jahr 2028 in Ägypten stattfinden wird.

Die UNCCD-Exekutivsekretärin Yasmine Fouad betonte zum Abschluss der Verhandlungen, wie wichtig die konsequente Umsetzung der bereits beschlossenen Maßnahmen sei.

Vertreter des WWF begrüßten zwar die erzielten Fortschritte im Bereich des Weidelandschutzes, äußerten jedoch Kritik am Fehlen eines verbindlichen Dürre-Rahmenabkommens. Die Organisation mahnte eine zügige Implementierung der Zusagen an, um den fortschreitenden Bodenverlusten und klimatischen Risiken wirksam zu begegnen.

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