Bank, Geldvermögen

DZ Bank: Geldvermögen der Deutschen steigt 2025 auf Rekord

Veröffentlicht: 20.06.2025 um 15:32 Uhr, dpa.de

Die privaten Haushalte in Deutschland sind reich wie nie. Dieses und nĂ€chstes Jahr dĂŒrften die Geldvermögen neue HöchststĂ€nde erreichen, schĂ€tzt die DZ Bank. Mehrere Faktoren dĂ€mpfen aber den Anstieg.

  • Die privaten Haushalte haben so viel Geldvermögen wie nie. (Symbolbild) - Bild: Jens BĂŒttner/dpa-Zentralbild/dpa
    Die privaten Haushalte haben so viel Geldvermögen wie nie. (Symbolbild) - Bild: Jens BĂŒttner/dpa-Zentralbild/dpa
  • Kursgewinne an den Börsen mehren das Vermögen der BundesbĂŒrger, doch lĂ€ngst nicht alle besitzen Aktien. (Archivbild) - Bild: Arne Dedert/dpa
    Kursgewinne an den Börsen mehren das Vermögen der BundesbĂŒrger, doch lĂ€ngst nicht alle besitzen Aktien. (Archivbild) - Bild: Arne Dedert/dpa
Die privaten Haushalte haben so viel Geldvermögen wie nie. (Symbolbild) - Bild: Jens BĂŒttner/dpa-Zentralbild/dpa Kursgewinne an den Börsen mehren das Vermögen der BundesbĂŒrger, doch lĂ€ngst nicht alle besitzen Aktien. (Archivbild) - Bild: Arne Dedert/dpa

Die BundesbĂŒrger sind in Summe reich wie nie - und ihr Geldvermögen dĂŒrfte weiter steigen: Nach einem Rekord 2024 erwartet die DZ Bank neue HöchststĂ€nde. So dĂŒrften die privaten Geldvermögen dieses Jahr um knapp fĂŒnf Prozent auf 9,9 Billionen Euro wachen und 2026 um gut vier Prozent auf 10,3 Billionen Euro, heißt es in einer neuen Studie. 

Allerdings werde sich das Wachstum damit abschwĂ€chen. Denn die DZ Bank rechnet damit, dass die Sparquote der BundesbĂŒrger sinkt. Zugleich steckten sie wieder mehr Geld in Immobilien, was aus dem NeugeschĂ€ft mit Baukrediten hervorgehe. Beides bremse den Aufbau des Geldvermögens. Auch erwartet die DZ Bank, dass sich die «extrem hohen Aktienkursgewinne aus 2023 und 2024» dieses und nĂ€chstes Jahr nicht wiederholen.

Schon 2024 Rekord bei den Geldvermögen

Bereits 2024 war das private Geldvermögen der BundesbĂŒrger laut DZ Bank um 7,4 Prozent auf 9,4 Billionen Euro gestiegen - getrieben von einer hohen Ersparnis und Kursgewinnen an den Börsen. Weil viele Menschen demnach vom Aus der Bundesregierung aus SPD, GrĂŒnen und FDP, von Jobverlusten in der Wirtschaftskrise und ZollankĂŒndigungen der USA verunsichert waren, legten sie viel Geld auf die Seite.

Mit der neuen Bundesregierung, die Reformen fĂŒr die Wirtschaft beschlossen hat und Milliarden-Summen fĂŒr Infrastruktur und Verteidigung plant, habe sich die Unsicherheit abgeschwĂ€cht, so die DZ Bank. Der grĂ¶ĂŸte Teil der Geldvermögensbildung dĂŒrfte 2025 und 2026 dennoch erneut in Einlagen und Bargeld fließen.

Große Schere bei den Vermögen

Die gewaltigen Geldvermögen in Deutschland sind nach frĂŒheren Angaben der Bundesbank ungleich verteilt. Etwa die HĂ€lfte entfĂ€llt demnach auf die vermögendsten zehn Prozent: etwa vier Millionen Haushalte. Bei diesen mehrt sich das Vermögen zudem krĂ€ftiger, weil sie stĂ€rker in Aktien und Fonds investieren als viele Ă€rmere Haushalte.

Am unteren Ende der Skala finden sich laut Bundesbank etwa 20 Millionen Haushalte, auf die nur acht Prozent des Geldvermögens entfĂ€llt. Sowohl Bundesbank als auch DZ Bank berĂŒcksichtigen in ihren Analysen Bargeld und Bankeinlagen, Wertpapiere wie Aktien und Fonds sowie AnsprĂŒche gegenĂŒber Versicherungen.

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