E-Rechnungspflicht, Taxually

E-Rechnungspflicht: Taxually stellt zwei neue Produkte und KI-Schnittstellen vor

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 10:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Taxually stellte neue Abrechnungsprodukte vor und meldete fast 40 Prozent mehr aktive Kunden; 2027 stehen KI, globale Präsenz und Partnerschaften im Fokus.

Taxually erweitert Plattform um E-Rechnung, Steuerautomatisierung und KI-Schnittstellen
Minimalistisches, modernes Büro-Interieur bei Dämmerung mit Blick auf eine verschwommene Stadtlandschaft. Illustration mit AI erstellt.

Die fortschreitende Digitalisierung des Steuer- und Finanzwesens stellt international tätige Unternehmen vor erhebliche Anpassungsaufgaben. Vor dem Hintergrund anstehender gesetzlicher Vorgaben für elektronische Abrechnungsprozesse rücken Plattformlösungen für die Steuerberechnung und Rechnungsabwicklung zunehmend in den Mittelpunkt strategischer Überlegungen.

Das Softwareunternehmen Taxually stellte auf seiner Fachveranstaltung Taxually Connect 2026 am 29. September 2026 neue Lösungen und Schnittstellen vor, wie Finanz- und Branchenberichte vom 12. und 13. Oktober 2026 darlegen.

Produkterweiterungen und Integration von KI-Systemen

Im Zentrum der Präsentation am 29. September 2026 standen zwei neue Produkte für die elektronische Rechnungsstellung sowie die automatisierte Steuerberechnung. Ergänzend dazu präsentierte das Unternehmen neue Programmierschnittstellen (APIs). Diese Schnittstellen sind darauf ausgelegt, eine direkte Verbindung mit sämtlichen Teilen der hauseigenen Plattform herzustellen.

Ein wesentlicher Schwerpunkt der technischen Weiterentwicklung liegt auf der Interoperabilität mit bereits bestehenden IT-Architekturen. Die neuen APIs ermöglichen es Kundenunternehmen, die Plattform direkt mit internen Systemen für künstliche Intelligenz zu verknüpfen. Auf diese Weise sollen bestehende unternehmenseigene KI-Ökosysteme nahtlos in die Abläufe der Rechnungsprüfung und Steuerkonformität eingebunden werden können.

Anzeige

Wer sich mit der Integration moderner Technologien befasst, muss auch die rechtlichen Rahmenbedingungen im Blick behalten. Dieser kostenlose Download verschafft Ihnen den Überblick über Fristen, Pflichten und Risikoklassen, den Ihre Rechts- und IT-Abteilung jetzt dringend braucht. EU AI Act in 5 Schritten verstehen

Regulatorische Vorgaben für 2026 und 2030

Die Produktneuerungen spiegeln den regulatorischen Zeitplan wider, mit dem Unternehmen in den kommenden Jahren konfrontiert sind. Stefan Mladenovic, Geschäftsführer von Taxually, wies im Rahmen der Veranstaltung darauf hin, dass die nächste Welle verpflichtender Vorgaben zur elektronischen Rechnungsstellung für das Jahr 2026 anstehe. Im weiteren Verlauf folge für das Jahr 2030 die Einführung einer EU-weiten digitalen Berichterstattung.

Ergänzt wurde diese Einordnung durch einen Vortrag von Lachlan Wolfers von KPMG International, der sich mit der Entwicklung und Zukunft indirekter Steuern bis zum Jahr 2030 befasste. Die zunehmende Standardisierung digitaler Meldesysteme verlangt von Unternehmen, ihre steuerrelevanten Daten in Echtzeit oder zeitnah zu verarbeiten, um rechtlichen Verpflichtungen grenzüberschreitend nachzukommen.

Anzeige

Die Digitalisierung der Abrechnungsprozesse ist für viele Betriebe eine große Umstellung, die keine Fehler verzeiht. Ein kostenloser Experten-Ratgeber erklärt Schritt für Schritt, welche Formate und Archivierungsregeln bei der E-Rechnung wirklich zählen. E-Rechnung rechtssicher einführen

Skalierung und strategische Ausrichtung bis 2027

An der Veranstaltung am 29. September 2026 nahmen über 100 Führungskräfte aus den Bereichen Finanzen, Steuern und Technologie teil. Neben regulatorischen Fragen diskutierten die Teilnehmer auch Erfahrungen bei der praktischen Skalierung automatisierter Lösungen.

Ein anwesendes Kundenunternehmen, das über mehr als 700 Einheiten weltweit verfügt, berichtete dabei über die Umsetzung und Handhabung entsprechender Implementierungsprozesse im laufenden Betrieb.

Auf operativer Ebene verzeichnete Taxually zuletzt ein Wachstum von fast 40 Prozent bei den aktiven Kunden. Für das Geschäftsjahr 2027 setzt das Unternehmen laut den Berichten auf drei strategische Schwerpunkte: den weiteren Ausbau der globalen Präsenz, die verstärkte Skalierung von Anwendungen mit künstlicher Intelligenz sowie den Ausbau von Partnerschaften im Unternehmensumfeld.

Disclaimer...

de | wirtschaft | 70312013 |