E10-Preis fällt am Mittwoch unter zwei Euro je Liter
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 11:19 Uhr | dpa, AD HOC NEWSPreisvergleich zwischen E10 und Diesel
- Der ADAC ermittelte am Mittwoch um 10.00 Uhr einen bundesweiten E10-Preis von 1,979 Euro je Liter.
- Am Dienstag lag der E10-Tagesdurchschnitt bei 2,041 Euro und damit 4,3 Cent niedriger als eine Woche zuvor.
- Diesel kostete am Dienstag durchschnittlich 2,26 Euro je Liter und war damit fast 22 Cent teurer als E10.
E10-Preis sinkt am Mittwoch unter zwei Euro
Wer Superbenzin der Sorte E10 tankte, hatte am Mittwoch gute Chancen auf einen Literpreis unter zwei Euro. Nach Zahlen des ADAC lag der bundesweite Durchschnitt um 10.00 Uhr bei 1,979 Euro.
Preise steigen mittags häufig
Ob der bundesweite Tagesdurchschnitt ebenfalls unter zwei Euro bleibt, war zunächst offen. Seit der Einführung der 12-Uhr-Regel im April steigen die Preise meist um die Mittagszeit deutlich und sinken danach bis zum Tiefpunkt am späten Nachmittag.
Der Preis um 10.00 Uhr gilt in diesem Muster gewöhnlich als vergleichsweise günstig. Bereits am Dienstag war E10 kurz unter zwei Euro gefallen; das Tagestief lag um 11.45 Uhr bei 1,995 Euro.
Benzin seit Wochen günstiger
Der E10-Preis befindet sich seit einigen Wochen im Rückwärtsgang. Der bundesweite Tagesdurchschnitt lag am Dienstag bei 2,041 Euro je Liter und damit 4,3 Cent niedriger als eine Woche zuvor.
Seit dem 13. Oktober beträgt der Rückgang 11 Cent. Günstiger als aktuell war E10 zuletzt im Juli. Der ADAC führt die Entwicklung vor allem auf den deutlich niedrigeren Ölpreis zurück.
Diesel bleibt deutlich teurer
Auch Diesel verbilligte sich. Am Dienstag kostete der Kraftstoff im bundesweiten Durchschnitt 2,26 Euro je Liter und damit 2,2 Cent weniger als am Sonntag.
Seit Mitte Oktober hat sich der Dieselpreis allerdings nur wenig verändert. Der Abstand zwischen Diesel und E10 beträgt inzwischen fast 22 Cent. Üblicherweise ist Diesel wegen der niedrigeren Besteuerung günstiger als Benzin.
Regionale Unterschiede beim Tanken
Die Preise unterscheiden sich je nach Uhrzeit, Tankstelle und Region deutlich. Nach Angaben des Portals Tankerkönig waren E10-Preise am späten Mittwochvormittag im Nordwesten tendenziell höher als im übrigen Bundesgebiet.
Beim Diesel lagen die Preise demnach vor allem im Süden und Westen höher. Für Verbraucher kann sich deshalb ein Preisvergleich vor dem Tanken lohnen.
Der Rückgang bei E10 fällt in eine Phase sinkender Rohölnotierungen. Ölpreise reagieren häufig auf Erwartungen zur weltweiten Nachfrage, auf Förderentscheidungen und auf geopolitische Risiken. Entlastungen beim Rohöl kommen an den Tankstellen jedoch nicht unmittelbar und nicht vollständig an, weil Raffineriekosten, Transport, Lagerhaltung, Steuern und die Margen im Kraftstoffhandel den Endpreis mitbestimmen.
Für Autofahrer ist deshalb vor allem der Unterschied zwischen einem einzelnen Tankstellenpreis und dem bundesweiten Tagesdurchschnitt relevant. Der im Tagesverlauf schwankende Preis macht den Zeitpunkt des Tankens ebenso wichtig wie der Vergleich mehrerer Stationen. Regionale Unterschiede können die Ersparnis zusätzlich beeinflussen.
Ölmarkt bleibt entscheidend
Die weitere Entwicklung hängt davon ab, ob der Ölpreisrückgang anhält. Geopolitische Nachrichten können diesen Trend jederzeit bremsen oder umkehren. Ein dauerhaft niedrigerer Rohölpreis würde den Kraftstoffmarkt grundsätzlich entlasten, doch mit zeitlicher Verzögerung.
Diesel folgt derzeit einem anderen Muster als E10. Die ungewöhnlich große Preisdifferenz zeigt, dass nicht nur die Steuerbelastung, sondern auch die jeweilige Nachfrage, Raffinerieauslastung und internationale Produktmärkte den Abstand bestimmen. Für Pendler und Transportunternehmen bleibt daher entscheidend, wie sich beide Kraftstoffsorten in den kommenden Wochen entwickeln.
