Chinesischer Kampfjet bedrÀngt australischen MilitÀrhubschrauber
06.05.2024 - 12:42:33 | dpa.deDer Vorfall mit den sogenannten TĂ€uschkörpern (Flares) habe sich am Samstagabend ĂŒber internationalen GewĂ€ssern ereignet, sagte Verteidigungsminister Richard Marles am Montag und sprach von einem "unsicheren und unprofessionellen" Vorgehen der Chinesen.
Der Kampfjet habe die Leuchtraketen etwa 300 Meter vor dem Seahawk-Hubschrauber aus leicht erhöhter Position abgefeuert, sagte Marles dem Sender 9News. Die australischen Piloten, die sich auf einer Routinepatrouille befanden, hĂ€tten ausweichen mĂŒssen, um nicht getroffen zu werden. Ein Kontakt mit den Leuchtraketen hĂ€tte lebensgefĂ€hrlich fĂŒr die Besatzung sein können. Die Regierung habe ihre Besorgnis ĂŒber den Zwischenfall offiziell Peking mitgeteilt. "Dieser Vorfall war völlig inakzeptabel", betonte Marles.
Der MilitĂ€rhubschrauber war vom australischen Zerstörer HMAS Hobart gestartet, der im SĂŒdchinesischen Meer an der Operation Argos, einer Mission der Vereinten Nationen, teilnimmt. Diese soll verhindern, dass Nordkorea sanktionierte Waren ĂŒber das Meer schmuggelt.
China beansprucht praktisch das gesamte SĂŒdchinesische Meer fĂŒr sich. Es gilt als strategisch wichtige Handels- und Schifffahrtsroute. Immer wieder kommt es zu ZwischenfĂ€llen mit anderen LĂ€ndern. Schon vor zwei Jahren hatte Australiens Regierung China vorgeworfen, mit einem gefĂ€hrlichen Flugmanöver ein australisches P-8-AufklĂ€rungsflugzeug ĂŒber dem SĂŒdchinesischen Meer bedrĂ€ngt zu haben.
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