Einzelhandel, Berlin

Einzelhandel Berlin und Brandenburg: Verdi erzielt 3 und 2 Prozent mehr Lohn

Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 23:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Verdi und der Handelsverband vereinbaren gestaffelte Lohnzuwächse, höhere Ausbildungsvergütungen und tarifliche Mindestlöhne bis 2028.
Leeres Lagerhaus mit Regalen und Paletten in einer modernen Industriehalle. Illustration mit AI erstellt.

Die Gewerkschaft Verdi und der Handelsverband Berlin-Brandenburg haben sich in der dritten Verhandlungsrunde auf ein Tarifergebnis für die Beschäftigten des Einzelhandels in Berlin und Brandenburg geeinigt. Der Verständigung waren im Verlauf der Tarifauseinandersetzung mehrere Warnstreiks vorausgegangen, zu denen Verdi aufgerufen hatte.

Die Einigung sieht gestaffelte Entgeltsteigerungen, Anpassungen bei den Ausbildungsvergütungen sowie Regelungen zu tariflichen Mindestlöhnen vor, unterscheidet sich jedoch in den zeitlichen Details zwischen den beiden Bundesländern.

Unterschiedliche Stufen und Fristen in den Regionen

Für die Beschäftigten im Berliner Einzelhandel sieht das Verhandlungsergebnis eine Entgelterhöhung in zwei Schritten vor. Rückwirkend zum 1.9.2026 steigen die Entgelte um +3%. Eine weitere Anhebung um +2% erfolgt ab dem 1.6.2027. Die vereinbarte Vertragslaufzeit für das Land Berlin beläuft sich auf 25 Monate und endet am 30.6.2028.

In Brandenburg greifen vergleichbare prozentuale Erhöhungen mit leicht versetztem Zeitplan. Dort steigen die Entgelte rückwirkend zum 1.10.2026 um +3%. Die zweite Stufe in Höhe von +2% tritt ab dem 1.7.2027 in Kraft. Auch für Brandenburg beträgt die Vertragslaufzeit 25 Monate; sie endet am 31.7.2028.

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Regelungen zu Ausbildungsvergütung und tariflichen Mindestgrenzen

Neben den allgemeinen Tabellenentgelten einigten sich die Tarifparteien auf Anpassungen für Nachwuchskräfte sowie Beschäftigte in den unteren Vergütungsgruppen. Die Ausbildungsvergütungen in beiden Bundesländern steigen schrittweise an. Darüber hinaus verständigten sich Verdi und der Handelsverband Berlin-Brandenburg auf die Einführung eines tariflichen Mindestlohns, der für die unteren Entgeltgruppen gelten soll.

Arbeitgeber verweisen auf Kosten und Planungssicherheit

Von Arbeitgeberseite wurde das Ergebnis differenziert bewertet. Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg, verwies darauf, dass die wirtschaftlichen Belastungen durch den Abschluss erheblich seien.

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Zugleich hob er hervor, dass das Tarifergebnis den Handelsunternehmen Planungssicherheit für die kommenden zwei Jahre verschaffe. Nach den vorangegangenen Arbeitsniederlegungen und den intensiven Verhandlungsrunden steht damit das tarifliche Fundament für den Einzelhandel beider Länder bis Mitte 2028 fest.

Mehr zum Thema bei tagesschau.de: „Brandenburg Berlin: Tarifabschlüsse im Einzelhandel für Berlin und Brandenburg erzielt“

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