Elektroautos, Autopreise

Elektroautos und Verbrenner: Preisabstand sinkt auf 2.124 Euro

Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 05:00 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Elektroautos waren im September im Durchschnitt noch 2.124 Euro teurer als vergleichbare Verbrenner. Der Abstand verringerte sich, weil die Rabatte fĂŒr Stromer wieder zunahmen und neue gĂŒnstigere Modelle den Wettbewerb verschĂ€rften.

  • Der Preisunterschied zwischen Verbrennern und E-Autos ist zuletzt wieder gesunken. (Symbolbild) - Bild: Julian Stratenschulte/dpa
    Der Preisunterschied zwischen Verbrennern und E-Autos ist zuletzt wieder gesunken. (Symbolbild) - Bild: Julian Stratenschulte/dpa
  • Autos wie der ID. Polo von Volkswagen erhöhen Dudenhöffer zufolge den Preisdruck auf Ă€ltere Modelle. (Archivbild) - Bild: Kay Nietfeld/dpa
    Autos wie der ID. Polo von Volkswagen erhöhen Dudenhöffer zufolge den Preisdruck auf Àltere Modelle. (Archivbild) - Bild: Kay Nietfeld/dpa
Der Preisunterschied zwischen Verbrennern und E-Autos ist zuletzt wieder gesunken. (Symbolbild) - Bild: Julian Stratenschulte/dpa Autos wie der ID. Polo von Volkswagen erhöhen Dudenhöffer zufolge den Preisdruck auf Àltere Modelle. (Archivbild) - Bild: Kay Nietfeld/dpa

Die Preise von Elektroautos und Verbrennern haben sich in Deutschland im September wieder angenÀhert: Reine Stromer kosteten im Durchschnitt 2.124 Euro mehr als vergleichbare Verbrenner.

Preisabstand sinkt im September

Das geht aus der regelmĂ€ĂŸigen Marktstudie des privaten Center Automotive Research (CAR) von Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer hervor. Verglichen wurden die jeweils 25 meistverkauften Verbrenner- und Elektromodelle in Deutschland.

Im August hatte der durchschnittliche Aufpreis fĂŒr Elektroautos noch 2.249 Euro betragen. Im Dezember 2025 waren es 1.328 Euro, bis Juli stieg der Abstand auf 2.363 Euro. Trotz der jĂŒngsten AnnĂ€herung lag der Aufpreis im September damit noch fast 800 Euro ĂŒber dem Dezember-Wert.

Stromer deutlich gĂŒnstiger als frĂŒher

Langfristig ist der Preisunterschied allerdings deutlich kleiner geworden. Im Oktober 2024 lag er bei mehr als 6.500 Euro, in den Anfangsjahren der ElektromobilitÀt teilweise bei 15.000 Euro.

Dudenhöffer fĂŒhrte den Anstieg bis Juli auf ein gĂŒnstiges Marktumfeld fĂŒr Elektroautos zurĂŒck. Hohe Spritpreise und die staatliche KaufprĂ€mie hĂ€tten die Stromer attraktiver gemacht; zusĂ€tzliche Verkaufsförderung sei aus Sicht der Hersteller zunĂ€chst nicht erforderlich gewesen.

Mehr Rabatte fĂŒr Elektroautos

Im September stieg der durchschnittliche Preisnachlass bei den 25 meistverkauften Stromern auf 17,9 Prozent, nach 17,4 Prozent im August. Als Grund nennt das CAR auch neue und gĂŒnstigere Elektromodelle.

Der ID. Polo und weitere neue E-Autos aus dem Volkswagen-Konzern erhöhen Dudenhöffer zufolge den Preisdruck auf Ă€ltere vollelektrische Kleinwagen. Der Experte rechnet damit, dass sich dieser Trend in den kommenden Monaten noch verstĂ€rken dĂŒrfte.

Transaktionspreise statt Listenpreise

Das CAR vergleicht sogenannte Transaktionspreise. Dabei werden von den Listenpreisen Rabatte abgezogen, die im Internet und bei Vermittlern ermittelt werden. ZusĂ€tzlich fließen Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes ein.

Die staatliche KaufprĂ€mie fĂŒr Elektroautos ist in dem Preisvergleich nicht berĂŒcksichtigt.

Preisabstand bleibt deutlich kleiner als frĂŒher

Der im September gemessene Abstand von 2.124 Euro ordnet sich in einen lĂ€ngerfristigen Trend ein: Elektroautos sind gegenĂŒber Verbrennern weiterhin teurer, der Aufpreis ist aber deutlich geringer als noch vor zwei Jahren. Das erleichtert den Vergleich fĂŒr KĂ€ufer, beseitigt den Preisnachteil jedoch nicht vollstĂ€ndig.

Die Marktentwicklung wird derzeit von zwei Seiten beeinflusst. Hohe Kraftstoffpreise und die seit Mai bestehende staatliche Förderung erhöhen den Anreiz zum Umstieg; zugleich mĂŒssen Hersteller mit Rabatten auf neue Modelle reagieren. Die Förderung wurde nach Angaben der Bundesregierung bereits von 100.000 Antragstellern genutzt, was auf eine relevante Nachfragewirkung hindeutet.

Neue Modelle verschÀrfen den Wettbewerb

Besonders im Kleinwagensegment dĂŒrfte der Markteintritt gĂŒnstigerer Elektromodelle den Wettbewerb verĂ€ndern. Der ID. Polo und weitere neue Fahrzeuge des Volkswagen-Konzerns setzen Ă€ltere Stromer unter Preisdruck. FĂŒr Verbraucher kann das mehr Auswahl und bessere Konditionen bedeuten, wĂ€hrend Hersteller ihre Modellpreise und Rabatte stĂ€rker anpassen mĂŒssen.

Die Entwicklung fĂ€llt in eine Phase, in der Elektroautos bei den Neuzulassungen deutlich zulegen. Im September erreichten sie in Deutschland einen Anteil von 34,5 Prozent; Benziner und Diesel verloren dagegen Marktanteile. Ob der Preisabstand weiter sinkt, hĂ€ngt damit auch von der Entwicklung der Energiepreise, der Förderbedingungen und dem weiteren Angebot gĂŒnstiger Modelle ab.

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