Deutschland, Elektroindustrie

Elektrobranche steigert Exporte im ersten Halbjahr krÀftig

Veröffentlicht am: 21.08.2026 um 09:06 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die deutsche Elektroindustrie legt im AuslandsgeschÀft ordentlich zu - trotz des Zollstreits mit den USA unter Trump. Vor allem auf eine Region kann sich die wichtige Industriebranche verlassen.

In der Elektrobranche laufen die GeschÀfte mit dem Ausland rund. (Archivbild) - Bild: Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa
In der Elektrobranche laufen die GeschÀfte mit dem Ausland rund. (Archivbild) - Bild: Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa

Die deutsche Elektroindustrie hat ihre Exporte im ersten Halbjahr trotz des Handelsstreits mit den USA deutlich gesteigert. Von Januar bis Juni wuchsen die Ausfuhren der Branche um 9,3 Prozent auf 138,5 Milliarden Euro, wie der Branchenverband ZVEI in Frankfurt mitteilte. Alleine im Juni klettern die Exporte demnach um fast ein FĂŒnftel (18,3 Prozent) auf 24,5 Milliarden Euro. 

GrĂ¶ĂŸtes Abnehmerland blieben im ersten Halbjahr die USA. Die Lieferungen dorthin sanken zum Vorjahr um 2,1 Prozent auf 12,4 Milliarden Euro. «Angesichts der kaum mehr ausrechenbaren US-Zoll- bzw. Handelspolitik erscheint dieser RĂŒckgang tatsĂ€chlich recht moderat», sagte ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann. 

Nach China, dem zweitwichtigsten Exportland, wuchsen die Ausfuhren um 1,6 Prozent gegenĂŒber Vorjahr auf 11,4 Milliarden Euro. Zudem stĂŒtzten gute GeschĂ€fte in der EU etwa mit den Niederlanden, Frankreich und Polen die Branche. «Die RĂ€nge drei bis neun werden allesamt von EU-PartnerlĂ€ndern besetzt. Sie haben das Exportwachstum der Branche im ersten Halbjahr letztlich getragen», sagte Gontermann. 

Die Elektroindustrie mit rund 873.000 BeschĂ€ftigten in Deutschland zĂ€hlt zu den grĂ¶ĂŸten Industriearbeitgebern hierzulande. Erst zuletzt hatte sie von steigenden AuftrĂ€gen und einer besseren Stimmung in der Branche berichtet. 

Im ersten Halbjahr wurden zugleich elektronische GĂŒter im Wert von 143,8 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Hier fiel das Plus von 7,7 Prozent geringer aus als bei den Exporten. Hauptlieferant war mit großem Abstand China mit Importen nach Deutschland im Wert von 42,8 Milliarden Euro.

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