E-MotorrÀder, Deutschland

E-MotorrÀder haben in Deutschland einen schweren Stand

29.04.2024 - 05:01:35 | dpa.de

ElektromobilitÀt ist in Deutschland schon lange kein Fremdwort mehr. E-Autos etablieren sich langsam im Markt. Bei batteriebetriebenen ZweirÀdern geht es deutlich langsamer.

Bei schweren MotorrÀdern ist die E-Version deutlich weniger beliebt. - Foto: Boris Roessler/dpa
Bei schweren MotorrÀdern ist die E-Version deutlich weniger beliebt. - Foto: Boris Roessler/dpa

Schwere MotorrĂ€der mit Elektro-Antrieb verkaufen sich am deutschen Markt zögerlich. Kunden greifen lieber zu kleineren batteriebetriebenen ZweirĂ€dern. In der kleinsten Klasse, die KleinkraftrĂ€dern mit bis zu 50 Kubikzentimetern Hubraum entspricht, werden bereits fast 30 Prozent Elektro-Bikes verkauft, wie der Industrieverband Motorrad Deutschland (IVM) berichtet. Ähnliches gilt fĂŒr die Klasse A1 mit einem Hubraum bis zu 125 Kubikzentimetern, wo 2023 mehr als 10 Prozent der neu zugelassenen ZweirĂ€der einen Elektroantrieb hatte. 

Bei schweren MotorrĂ€dern ist die E-Version deutlich weniger beliebt. «96-97 Prozent der MotorrĂ€der haben einen Verbrennungsmotor», sagt Matthias Meier, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Harley-Davidson-Factory in Frankfurt. «Da spielt das Elektrosegment eine relativ kleine Rolle.» Nach Auswertungen des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) gab es im vergangenen Jahr 222.046 Neuzulassungen fĂŒr KraftrĂ€der - davon waren nur 16.945 mit Elektro-Antrieb. 2022 waren es noch 33.687 von 223.889 neu zugelassenen KraftrĂ€dern. 

Auch die Angebotspalette von E-MotorrĂ€dern ist ĂŒberschaubar. So verschob BMW die Vorstellung seines E-Modells auf frĂŒhestens 2026. UrsprĂŒnglich war das Modell schon fĂŒr 2025 angekĂŒndigt worden. Es gebe weltweit «nirgendwo eine wirklich relevante Nachfrage seitens der Kunden nach elektrischen MotorrĂ€dern», sagt BMW-Sprecher Tim Diehl-Thiele. Solange die Nachfrage ausbleibe, wolle sich BMW weiterhin auf elektrische Modelle fĂŒr den stĂ€dtischen Raum und fĂŒr ĂŒberschaubare Distanzen konzentrieren.

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