Energieeffizienzgesetz: Wirtschaft spart 834 Millionen Euro pro Jahr
28.06.2026 - 02:31:55 | boerse-global.de
Der Wetteraukreis unterstützt Unternehmen mit kostenloser Erstberatung und bundesweiten Förderprogrammen.
KfW-Kredite und BAFA-Zuschüsse als Finanzierungsbausteine
Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bietet der Landkreis eine kostenlose Erstberatung an. Sie identifiziert Potenziale für Energieeinsparungen und den Einsatz erneuerbarer Energien.
Die KfW stellt zwei zentrale Programme bereit: Das Programm 270 gewährt zinsgünstige Kredite bis zu 150 Millionen Euro. Ergänzend gibt es das Programm 293 für spezifische energetische Maßnahmen.
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stockt mit Zuschüssen auf. Die Module 4 und 4 Premium ermöglichen Basisförderungen zwischen 10 und 15 Prozent sowie Premiumförderungen von 25 bis 45 Prozent. Ein zusätzlicher Dekarbonisierungsbonus schafft weitere Anreize.
Die Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) liegt je nach Anlagentyp und -größe zwischen 5,5 und 12,34 Cent pro Kilowattstunde.
Energieeffizienzgesetz: Entlastung für die Wirtschaft
Die Bundesregierung hat das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) novelliert. Schätzungen zufolge sinkt die Belastung für die Wirtschaft um rund 834 Millionen Euro pro Jahr.
Unternehmen mit mehr als 23,6 Gigawattstunden Jahresverbrauch müssen ein Energiemanagementsystem einführen. Für Rechenzentren gibt es eine Sonderregel: Sie müssen ihren Strombedarf erst ab 2030 vollständig aus erneuerbaren Quellen decken – eine Verschiebung um drei Jahre.
In der Branche wird zudem die mögliche Einführung einer verpflichtenden Direktvermarktung für kleinere Photovoltaik-Anlagen ab 2027 diskutiert. Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) befürwortet die Marktintegration grundsätzlich, kritisiert aber den frühen Zeitpunkt.
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Innovationsausschreibungen: Photovoltaik und Speicher dominieren
Die Ergebnisse der Innovationsausschreibung vom 1. Mai 2026 zeigen ein hohes Interesse an kombinierten Anlagenkonzepten. Bei einem ausgeschriebenen Volumen von 475 Megawatt (MW) gingen Gebote über insgesamt 749 MW ein – eine deutliche Überzeichnung.
Bezuschlagt wurden 29 Gebote mit einem Volumen von 482 MW. Ausschließlich Kombinationen aus Photovoltaik und Speichern kamen zum Zuge. Der durchschnittliche Zuschlagswert lag bei 5,34 Cent pro Kilowattstunde. Regional sicherte sich Bayern mit 287 MW den größten Anteil, gefolgt von Schleswig-Holstein und Brandenburg.
Auch die Windenergie an Land zeigte eine starke Überzeichnung. Bei einem Volumen von 2.495 MW gingen Gebote für 6.409 MW ein. Der durchschnittliche Zuschlagswert sank auf 5,06 Cent pro Kilowattstunde – verglichen mit 5,54 Cent im Vormonat.
Intersolar Europe 2026: Neue Technologien für Unternehmen
Auf der Fachmesse Intersolar Europe 2026 präsentierten Hersteller neue Lösungen für gewerbliche Nutzer. Ein deutsches Startup stellte einen natriumbasierten Hochvolt-Heimspeicher vor, der auf Meersalz basiert und hohe thermische Stabilität bieten soll. Das modulare System ist für Kapazitäten zwischen 2,2 und 22 Kilowattstunden ausgelegt.
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Weitere Hersteller zeigten integrierte Solar-Plus-Speicher-Lösungen für mikronetze sowie neue Modulgenerationen. Ein vorgestelltes Modell nutzt die TOPCon 5.0-Technologie und verspricht deutliche Mehrerträge gegenüber Standardmodulen.
Für kritische Infrastrukturen wie Pumpwerke rücken schwarzstartfähige Photovoltaik-Systeme in den Fokus. Diese Anlagen mit Lithium-Eisenphosphat-Speichern (LFP) können die Energieversorgung auch bei einem Netzausfall autark aufrechterhalten. Ein Aspekt, der angesichts von 174 gemeldeten Angriffen auf die Energieversorgung im Jahr 2024 an Bedeutung gewinnt.
