Deutschland, Europa

Es werden noch immer Einweg-Plastikstrohhalme verkauft

Veröffentlicht: 03.07.2026 um 05:05 Uhr, dpa.de

FĂŒnf Jahre ist es her, dass die EU Einweg-Plastikstrohhalme und andere Wegwerfartikel aus Kunststoff vom Markt verbannte. Doch das Verbot scheint Löcher zu haben.

Eine Aufnahme aus dem Jahr 2017: Einweg-Plastikstrohhalme in einem Glas. (Archivbild) - Bild: Ralf Hirschberger/dpa
Eine Aufnahme aus dem Jahr 2017: Einweg-Plastikstrohhalme in einem Glas. (Archivbild) - Bild: Ralf Hirschberger/dpa

FĂŒnf Jahre nach einem europaweiten Verbot von Einweg-Plastikartikeln fordern UmweltschĂŒtzer eine hĂ€rtere Gangart, damit solche Produkte endlich komplett vom Markt verschwinden. «Ob Gabeln oder Strohhalme - solche Einweg-Plastikartikel werden im Internet noch immer auf diversen Webseiten zum Kauf angeboten, das ist ein politisches Armutszeugnis», sagt Viola Wohlgemuth von der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Der Staat solle hart gegen Online-HĂ€ndler vorgehen und diese sanktionieren, wenn sie solche Wegwerfprodukte trotz Verbots verkaufen. 

Seit dem 3. Juli 2021 sind Einweg-Besteck, Trinkhalme, RĂŒhrstĂ€bchen, Einwegteller und weitere Wegwerfartikel verboten, wenn sie aus Kunststoff sind. Damit sollte der PlastikmĂŒll reduziert und die Umwelt geschĂŒtzt werden. Einige Hersteller sattelten um und verkauften Einweg-Artikel aus Holz, Bambus oder Papier, Letzteres etwa bei Strohhalmen fĂŒr TrinkpĂ€ckchen.

Das Bundesumweltministerium verweist darauf, dass der Abverkauf von LagerbestĂ€nden dieser Plastikartikel ohne zeitliche Befristung zulĂ€ssig sei. Das schaffe «UmgehungstatbestĂ€nde, die die Kontrollen erschweren». UmweltschĂŒtzerin Wohlgemuth bezweifelt, dass alle heute verkaufte Plastik-Wegwerfartikel tatsĂ€chlich aus LagerbestĂ€nden kommen, die von 2021 sind. Vielmehr befĂŒrchtet sie, dass Firmen sich Nachschub besorgen und die Ware unter dem Deckmantel des alten Lagerbestandes verkaufen könnten.

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