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ESG-Compliance: Factory-X senkt Hürden für KMU bei CO2-Berechnung

Veröffentlicht am: 10.08.2026 um 20:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Neuer Factory-X-Standard konkretisiert die CO2-Bilanzierung in der diskreten Fertigung und unterstützt KMU bei der Erfüllung von ESG-Anforderungen.

Factory-X veröffentlicht PCF-Leitfaden für einheitliche CO2-Bilanzierung in der Fertigung
Nahaufnahme einer CNC-Fräsmaschine in einer modernen Fertigungshalle bei Tageslicht. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Initiative Factory-X hat am heutigen Montag den Leitfaden „PCF Guidance“ zur standardisierten Berechnung des Product Carbon Footprint (PCF) in der diskreten Fertigung veröffentlicht. Mit dieser Veröffentlichung reagiert die Organisation auf den wachsenden Bedarf an einheitlichen Methoden zur Ermittlung von Treibhausgasemissionen auf Produktebene. Das Dokument soll insbesondere in Branchen wie dem Maschinenbau und der Metallverarbeitung für mehr Transparenz und Vergleichbarkeit in der Wertschöpfungskette sorgen.

Methodische Grundlage durch Catena-X

Der neue Leitfaden basiert auf dem Catena-X PCF Rulebook V4.0 und stellt eine gezielte Ergänzung dieses bestehenden Regelwerks dar. Während das ursprüngliche Catena-X-Framework allgemeine Standards für den Datenaustausch und die Berechnung in der Automobilindustrie setzt, fokussiert sich die „PCF Guidance“ von Factory-X auf die spezifischen Anforderungen der diskreten Fertigung. Durch die Integration konkreter Methoden und Praxisbeispiele wird das theoretische Grundgerüst für die industrielle Anwendung konkretisiert.

Das Ziel der Veröffentlichung ist die Etablierung eines einheitlichen Standards, der es ermöglicht, den Product Carbon Footprint bis auf die Ebene einzelner Bauteile herunterzubrechen. Dabei wird der sogenannte Cradle-to-Gate-Ansatz verfolgt. Dieser betrachtet sämtliche Emissionen, die von der Rohstoffgewinnung bis zum Verlassen des Werkstors anfallen. Die Ergebnisse werden dabei in der standardisierten Einheit Kilogramm CO2-Äquivalent pro Produkt ausgewiesen.

Fokus auf Fräsen, Schmieden und 3D-Druck

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Die neue Factory-X PCF Guidance zeigt, wie Sie den Product Carbon Footprint Ihrer Produkte standardisiert berechnen – mit Praxisbeispielen für Fräsen, Schmieden und 3D-Druck. So erfüllen Sie ESG-Anforderungen Ihrer Kunden, ohne jedes Mal neu zu rechnen. Jetzt kostenlosen PCF-Leitfaden anfordern

Ein zentrales Element der neuen Anleitung ist die detaillierte Beschreibung verschiedener Fertigungsverfahren. Die „PCF Guidance“ enthält spezifische Berechnungsmethoden für weit verbreitete Prozesse wie das Fräsen und Schmieden. Zudem wird der Bereich des industriellen 3D-Drucks abgedeckt, der in der modernen Fertigung eine zunehmend wichtige Rolle einnimmt.

Durch diese praxisorientierten Beispiele bietet Factory-X den Unternehmen eine Handreichung, wie Energieverbräuche, Materialeinsatz und prozessbedingte Emissionen korrekt erfasst und den jeweiligen Produkten zugeordnet werden können. Dies soll verhindern, dass Unternehmen bei der PCF-Ermittlung auf unterschiedliche, nicht miteinander vergleichbare Annahmen zurückgreifen.

Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen

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Ein wesentlicher Aspekt der Initiative ist die Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU). Diese stehen oft vor der Herausforderung, komplexe Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung mit begrenzten personellen und finanziellen Ressourcen umsetzen zu müssen. Die im Leitfaden enthaltene Toolbox fungiert hierbei als Hilfsmittel, um den Einstieg in die CO2-Bilanzierung zu erleichtern.

Branchenexperten zufolge ist eine standardisierte Datengrundlage die Voraussetzung dafür, dass Zulieferer die geforderten Emissionsdaten an ihre Kunden weitergeben können, ohne für jeden Auftraggeber individuelle Berechnungsmethoden anwenden zu müssen. Der Leitfaden von Factory-X leistet somit einen Beitrag dazu, die bürokratischen Hürden bei der Erfüllung von ESG-Anforderungen (Environmental, Social and Governance) innerhalb der Lieferketten zu senken. Die Bereitstellung dieser praxisnahen Berechnungsmethoden gilt als wichtiger Schritt, um die Dekarbonisierung in der industriellen Fertigung messbar und steuerbar zu machen.

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