Act, Compliance-Pflicht

EU AI Act: Compliance-Pflicht für HR-Systeme ab 2. August

Veröffentlicht: 21.06.2026 um 16:41 Uhr, Redaktion boerse-global.de

KI-Kompetenzen boomen mit 69% mehr Stellenanzeigen. Neue Gesetze wie der EU AI Act und die elektronische Widerrufsfunktion verschärfen die Compliance-Anforderungen für Personalabteilungen.

KI treibt HR-Wandel: Neue Gesetze und Jobwachstum
HR-Mitarbeiter in einem modernen Büro, die an einem Training zu KI und digitalen Tools teilnehmen, mit Bildschirmen, die Daten anzeigen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Künstliche Intelligenz treibt das Stellenwachstum an, während neue Gesetze die Compliance-Anforderungen verschärfen.

KI-Jobs wachsen achtmal schneller als der Markt

Stellenanzeigen mit KI-Kompetenzen legten im vergangenen Jahr um 69 Prozent zu – der Gesamtmarkt wuchs nur um 9 Prozent. Das zeigt der PwC Global AI Jobs Barometer 2026. Die Gehälter für KI-Spezialisten liegen bis zu 62 Prozent über dem Durchschnitt.

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Die rasante Verbreitung von KI-Systemen im Personalwesen bringt neue rechtliche Verpflichtungen mit sich, die viele Unternehmen noch nicht vollständig überblicken. Dieser kostenlose Download verschafft Ihnen den Überblick über Fristen und Risikoklassen, den Ihre Rechts- und IT-Abteilung jetzt dringend braucht. EU AI Act in 5 Schritten verstehen: Fristen, Pflichten und Risikoklassen kompakt erklärt

Unternehmen entwickeln parallel neue Tools für den HR-Alltag. Mitte Juni stellte der Anbieter Remote People in New York ein System vor, das Onboarding in 180 Ländern automatisiert. Auch Vertragsänderungen und Gehaltsanpassungen soll die Software übernehmen.

Adecco meldet bereits über 1,2 Millionen KI-gestützte Interaktionen im Recruiting. Die Zeit bis zur Stellenbesetzung habe sich dadurch halbiert.

Microsoft kündigte für Juni 2026 eine neue Teams-Funktion an: Sie erkennt über WLAN- und IP-Daten, ob Mitarbeiter im Büro sind. Personalabteilungen müssen ihre Prozesse nun enger mit digitalen Abrechnungssystemen verzahnen, um Fehler bei Arbeitgeberanteilen oder Sozialversicherungsbeiträgen zu vermeiden.

Neues Gesetz: Elektronische Widerrufsfunktion ab 19. Juni

Seit dem 19. Juni 2026 gilt eine Neuerung im Bürgerlichen Gesetzbuch (§ 356a BGB). Unternehmen müssen eine elektronische Widerrufsfunktion für Fernabsatzverträge bereitstellen. Besonders HR-Dienstleister mit Online-Vertragsmodellen sind betroffen.

Der EU AI Act setzt zusätzliche Fristen: Bis zum 2. August 2026 müssen Betreiber von Hochrisiko-KI-Systemen umfassende Compliance-Anforderungen erfüllen. Bei Verstößen drohen Bußgelder in Millionenhöhe. Personalverantwortliche müssen daher alle genutzten KI-Anwendungen erfassen und Risikoanalysen erstellen.

Arbeitszeitgesetz vor Reform

Ein Referentenentwurf des Bundesarbeitsministeriums vom Juni 2026 könnte das Arbeitszeitrecht grundlegend ändern. Tarifparteien sollen künftig eine maximale Wochenarbeitszeit statt einer täglichen Höchstarbeitszeit vereinbaren können. Auch die Ruhezeit von elf Stunden stünde zur Disposition. Gleichzeitig plant die Regierung die Pflicht zur elektronischen Arbeitszeiterfassung.

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Weiterbildung als Antwort auf steigende Belastung

Die wachsende Komplexität fordert auch neue Kompetenzen. Ende Juni starten Online-Weiterbildungen für systemisches Business-Coaching, die sich an Führungskräfte und HR-Mitarbeiter richten.

Die IHK Magdeburg bietet zeitgleich Workshops zur psychischen Gesundheit im Ausbildungsalltag an. Ziel ist es, Personalverantwortliche in Gesprächsführung und Prävention zu schulen.

Im Recruiting werden zunehmend Führungskräfte gesucht, die moderne Arbeitswelten und mobile Modelle gestalten können. Das zeigen aktuelle Ausschreibungen für den Cyber Innovation Hub der Bundeswehr und im Vertriebssektor.

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