Finanzteams: 13 Stunden wöchentlich für KI-Nachkontrolle verschwendet
Veröffentlicht: 08.07.2026 um 06:12 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Das zeigt eine aktuelle Studie von IDC und Sage vom 7. Juli 2026. Der Produktivitätsverlust liegt bei rund 26 Prozent.
Obwohl 92 Prozent der Finanzverantwortlichen bereits KI-Lösungen nutzen, arbeiten nur vier Prozent der Teams hochautonom. Die Technologie entlastet also längst nicht so stark wie erhofft.
Excel bleibt unverzichtbar
Trotz aller KI-Euphorie: In über 80 Prozent der Stellenausschreibungen für Finanzpositionen wird weiterhin Excel-Kompetenz gefordert. Bildungsanbieter reagieren darauf mit spezialisierten Kursen, die Anfang Juli starteten. Sie sollen die Lücke zwischen klassischer Tabellenkalkulation und modernen KI-Anwendungen schließen.
Auch die öffentliche Hand zieht nach. Der Berliner Senat brachte am 7. Juli eine KI-Strategie für Finanzämter auf den Weg. Chatbots und automatisierte Risikopriorisierung sollen die Antragsbearbeitung beschleunigen. In der Übernachtungsteuerstelle läuft Robotic Process Automation (RPA) bereits seit Jahresbeginn, KI-Recherchetools kamen im Frühjahr dazu.
Immobilienbranche setzt auf Digitalisierung
Unternehmen treiben die Vernetzung ihrer Systeme voran, um Medienbrüche zu vermeiden. In der Immobilienbranche gaben onOffice und Mietz am 7. Juli eine Kooperation bekannt. Ziel: den Workflow von der Objektverwaltung bis zur Mieterauswahl komplett digital abbilden.
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Demografischer Wandel wird zum Problem
Bis 2036 fehlen in Deutschland rund 4,3 Millionen Arbeitskräfte. Das prognostiziert eine aktuelle Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Besonders kritisch: In manchen Regionen kommen auf 100 Berufseinsteiger etwa 200 Rentner. In Ostdeutschland ist dieser Effekt bereits heute spürbar.
Aktuell sind 8,5 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte älter als 55 Jahre – das sind 25,4 Prozent. Davon entfallen 4,6 Millionen auf Fachkräfte. 44 Prozent der Beschäftigten denken laut IW über einen vorzeitigen Ruhestand nach. Unternehmen müssen den Wissenstransfer also frühzeitig planen.
Flexible Modelle locken Talente
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Der Wettbewerb um Fachkräfte treibt Gehälter und Arbeitsmodelle. Die Prokuras Gruppe in Hamburg sucht eine Leitung für Konzernrechnungswesen – mit vollständiger Remote-Option. In Wien bieten digitale Steuerkanzleien wie Austrian TAX & AUDIT Bilanzbuchhaltern bis zu 5.400 Euro brutto im Monat plus hybride Arbeitsmodelle.
Um den Nachwuchs in Ballungszentren zu fördern, entstehen neue Wohnkonzepte. In Berlin öffnete am 6. Juli das erste kommunale Wohnheim für Auszubildende. 154 Plätze, über 1.200 Bewerbungen – die Nachfrage zeigt: Bezahlbarer Wohnraum wird zum entscheidenden Standortfaktor. Bis 2035 müssen allein in der Hauptstadt schätzungsweise 560.000 Stellen neu besetzt werden.
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