Florian Hager: 29 von 30 Stimmen fĂŒr hr-Intendanz ab MĂ€rz 2027
Veröffentlicht am: 15.08.2026 um 17:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Rundfunkrat des Hessischen Rundfunks (hr) hat am 14. August 2026 die personellen Weichen fĂŒr die kommenden Jahre gestellt. In einer Sitzung am Freitag wurde der amtierende Intendant Florian Hager mit deutlicher Mehrheit fĂŒr eine weitere fĂŒnfjĂ€hrige Amtsperiode wiedergewĂ€hlt. Damit bleibt die FĂŒhrung des Senders ĂŒber das Jahr 2027 hinaus in den HĂ€nden des derzeitigen Amtsinhabers.
Wahlergebnis und ModalitÀten der Abstimmung
Die Entscheidung des Aufsichtsgremiums fiel bereits im ersten Wahlgang eindeutig aus. Laut Berichten zur Sitzung entfielen auf Florian Hager 29 von 30 abgegebenen Stimmen. Lediglich ein Mitglied des Rundfunkrats stimmte gegen die Wiederwahl des 50-JĂ€hrigen. Ein Gegenkandidat stand bei dem Verfahren nicht zur Auswahl, sodass Hager als einziger Bewerber antrat.
Die neue Amtszeit des Intendanten wird am 1. MĂ€rz 2027 beginnen. Durch die BestĂ€tigung durch den Rundfunkrat sichert sich Hager die Leitung des öffentlich-rechtlichen Senders fĂŒr weitere fĂŒnf Jahre. Seine aktuelle erste Amtsperiode dauert noch bis zum FrĂŒhjahr des kommenden Jahres an.
Werdegang und aktuelle Verpflichtungen
Florian Hager steht seit dem 1. MĂ€rz 2022 an der Spitze des Hessischen Rundfunks. Vor seinem Wechsel in das Amt des Intendanten bekleidete er verschiedene FĂŒhrungspositionen innerhalb des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und gilt als Kenner der digitalen Transformation in der Medienbranche.
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Neben seiner TÀtigkeit als Senderchef nimmt Hager derzeit eine zentrale Rolle innerhalb der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland (ARD) ein. Bis zum 31.12.2026 hÀlt er turnusgemÀà den ARD-Vorsitz inne. In dieser Funktion vertritt er den Senderverbund in einer Phase, die von weitreichenden Strukturdebatten und Reformprozessen innerhalb des Mediensystems geprÀgt ist.
Reaktionen und Kritik des Journalistenverbands
Auf die Wiederwahl folgten zeitnahe Reaktionen aus der Branche. Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) Hessen ĂŒbermittelte am 15. August 2026 GlĂŒckwĂŒnsche zur BestĂ€tigung im Amt. Der Berufsverband wĂŒrdigte damit die KontinuitĂ€t in der SenderfĂŒhrung, verband die Gratulation jedoch mit deutlicher Kritik an den Rahmenbedingungen des Wahlprozesses.
Der DJV kritisiert das Ein-Kandidaten-Verfahren und die fehlende DiversitĂ€t an der hr-Spitze. Was bedeutet das fĂŒr die Zukunft der ARD? Unser Report zeigt, wie FĂŒhrungsauswahl transparenter und vielfĂ€ltiger gestaltet werden kann. Leitfaden zur FĂŒhrungsauswahl jetzt sichern
Vertreter des DJV Hessen bemÀngelten insbesondere das Verfahren mit nur einem einzigen Kandidaten. Aus Sicht des Verbandes hÀtte ein Wettbewerb zwischen mehreren Bewerbern der Bedeutung des Amtes besser entsprochen.
Zudem wurde kritisiert, dass in der gesamten Geschichte des Hessischen Rundfunks bislang noch keine Frau die Position der Intendanz bekleidet hat. Diese mangelnde DiversitĂ€t an der Senderspitze wurde als strukturelles Defizit hervorgehoben, das auch durch die aktuelle Personalentscheidung unberĂŒhrt bleibt.
