Flugpassagierdaten, Schweiz

Flugpassagierdaten: Schweiz führt PNR-System ab Februar 2027 ein

Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 21:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Schweiz führt ab November 2026 ein PNR-Gesetz ein; die zentrale Auswertung startet im Februar 2027 und wächst bis 2030.

Schweiz startet PNR-System: Neue Fluggastdatenstelle bei fedpol
Modernes Verwaltungsgebäude bei Dämmerung mit geometrischer Glasfassade. Illustration mit AI erstellt.

Der Schweizer Bundesrat setzt das Flugpassagierdaten-Gesetz zum 1. November 2026 in Kraft. Die eigentliche Auswertung der Fluggastdaten (Passenger Name Record, PNR) soll planmäßig am 1. Februar 2027 starten. Mit diesem Schritt schließt die Schweiz zu mehr als 70 Staaten auf, die bereits ein vergleichbares System zur Erfassung und Analyse von Fluggastdaten einsetzen.

Anpassung bestehender Verordnungen und Sicherheitsregister

Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes passt die Landesregierung parallel acht weitere Verordnungen an. Betroffen sind unter anderem das automatisierte Fahndungssystem RIPOL sowie das nationale Schengener Informationssystem N-SIS.

Zweck der systematischen PNR-Auswertung ist nach Angaben des Bundesrats die Bekämpfung von Terrorismus und Schwerstkriminalität. Erfasst werden künftig Angaben zu allen Flügen, die in der Schweiz starten oder landen. Zu den erhobenen Datensätzen zählen unter anderem Name, Adresse, Telefonnummer, Kreditkartendetails und Angaben zum Gepäck der Passagiere.

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Ab dem 1. Februar 2027 wertet die Schweiz Fluggastdaten systematisch aus; das Gesetz tritt bereits am 1. November 2026 in Kraft. Wer beruflich mit Flugbuchungen, Reisekosten oder Personendaten zu tun hat, sollte jetzt prüfen, welche Datenflüsse betroffen sind. Der kostenlose Leitfaden zeigt in drei Schritten, wie Sie Ihre Prozesse vorbereiten. PNR-Compliance-Checkliste jetzt anfordern

Aufbau der zentralen Meldestelle bei fedpol

Für die Entgegennahme und Prüfung der Fluggastdaten wird beim Bundesamt für Polizei (fedpol) eine eigene operative Einheit eingerichtet, die Passenger Information Unit (PIU). Diese zentrale Meldestelle nimmt ihren Betrieb ab dem 1. Februar 2027 auf.

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Der organisatorische und personelle Ausbau der Einheit erfolgt schrittweise:
- Im Jahr 2027 startet die PIU zunächst mit acht Mitarbeitenden.
- Für 2028 ist der Ausbau auf 14 Stellen vorgesehen.
- Den Vollbetrieb soll die Einheit ab 2030 mit rund 30 Vollzeitstellen erreichen.

Die anfallenden Kosten für die Einrichtung und den Unterhalt der zentralen Flugpassagierdaten-Meldestelle werden nach Angaben von fedpol hälftig durch den Bund und die Kantone finanziert.

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