Forschungscampus Cottbus: Spatenstich für 325 Millionen Euro Investitionen
Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 20:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In Cottbus ist mit einem symbolischen Spatenstich der Startschuss für den Bau eines neuen Forschungscampus gefallen. Das Vorhaben wird gemeinschaftlich vom Land Brandenburg, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), der Fraunhofer-Gesellschaft sowie der Leibniz-Gemeinschaft realisiert. Der Standort soll eine zentrale Rolle bei der wissenschaftlichen Begleitung des Strukturwandels in der Region einnehmen.
Finanzierung und infrastrukturelle Erschließung
Das Land Brandenburg stellt für die Erschließung der notwendigen Flächen Finanzmittel in Höhe von rund 64,5 Mio. Euro bereit. Diese Förderung wurde an die beteiligten Partner DLR, Fraunhofer-Gesellschaft und Leibniz-Gemeinschaft vergeben. Für die langfristige Entwicklung des Standorts bis zum Jahr 2030 planen der Bund und das Land Brandenburg Investitionen in einem Gesamtumfang von rund 325 Mio. Euro.
Die Erschließung des Areals wird maßgeblich durch Bundesmittel aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen gefördert und durch das Land Brandenburg kofinanziert. Mit dem nun vollzogenen Spatenstich beginnt die bauliche Vorbereitung des 51.000 m² großen Geländes, das sich geografisch zwischen dem Nordring und der Technischen Universität befindet.
Forschungsschwerpunkte für die Zeit nach der Braunkohle
Der neue Campus wird organisatorisch in den Lausitz Science Park integriert. Auf dem Gelände sollen künftig sechs Forschungseinrichtungen tätig sein. Ein wesentlicher Fokus der wissenschaftlichen Arbeit liegt auf der Entwicklung von Technologien für eine CO?-arme Industrie und die zukünftige Wärmeversorgung nach dem geplanten Kohleausstieg.
Mit dem Spatenstich in Cottbus beginnt die bauliche Erschließung eines 51.000 m² großen Areals, für das Bund und Land bis 2030 rund 325 Mio. Euro vorsehen. Wer die Flächenentwicklung im Lausitz Science Park frühzeitig einordnen will, findet in unserem kostenlosen Report Standortanalyse, Förderwege und Zeithorizont. Standort-Report jetzt kostenlos anfordern
Darüber hinaus konzentrieren sich die Forschungsaktivitäten auf die elektrifizierte Luftfahrt sowie die Mikroelektronik. Zu den geplanten Anlagen gehören Testfelder für Energieanlagen sowie thermische und elektrische Speicher, die unter realitätsnahen Bedingungen erprobt werden sollen. Damit adressiert der Campus zentrale Herausforderungen der Energiewende und der technologischen Transformation.
Geplante Einrichtungen und Zeitplan
Auf dem Forschungscampus werden das Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie (IEG), das DLR sowie das Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik (IHP) als künftige Träger eigener Einrichtungen geführt. Jeder der drei Partner plant auf dem Areal die Errichtung eigener Gebäude.
Die Förderkulisse für Kohleregionen ist mehrschichtig: Rund 64,5 Mio. Euro für die Flächenerschließung sind bereits an die beteiligten Forschungspartner vergeben, kofinanziert aus Bundes- und Landesmitteln. Unser kostenloser Report zeigt, welche Töpfe für welche Projektphasen greifen und wo Investoren ansetzen können. Förder-Checkliste jetzt ansehen
Konkrete Pläne liegen bereits für das IHP vor. Das Institut beabsichtigt den Bau eines Büro- und Laborgebäudes, das Kapazitäten für rund 140 Arbeitsplätze bieten wird. Nach aktuellen Planungen soll dieses Gebäude bis Ende 2029 fertiggestellt sein. Das IHP wird voraussichtlich die Hälfte der Räumlichkeiten selbst nutzen, während die andere Hälfte weiteren Instituten der Leibniz-Gemeinschaft zur Verfügung gestellt werden soll.
Durch die räumliche Nähe der verschiedenen Forschungsorganisationen und die Anbindung an den Lausitz Science Park versprechen sich die Akteure Synergieeffekte bei der Entwicklung innovativer Technologien und der Stärkung des Wissenschaftsstandorts Cottbus.
