Forschungszulage, Förderung

Forschungszulage 2026: Förderung steigt auf 4,2 Millionen Euro fĂŒr KMU

08.06.2026 - 21:12:38 | boerse-global.de

Bundesbericht Forschung 2026 zeigt Rekordinvestitionen von 137 Milliarden Euro. Neue Regeln fĂŒr die Forschungszulage treten in Kraft.

Forschungsausgaben auf Rekordniveau: BuFI 2026 verabschiedet
Forschungszulage - Abstrakte Darstellung von Innovation und Forschung, mit leuchtenden Linien, die technologische Elemente verbinden, und einem modernen, sauberen Design. 08.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Er zieht Bilanz zur aktuellen Innovationspolitik und orientiert sich an der Hightech Agenda Deutschland.

Staat, Wirtschaft und Hochschulen investierten 2024 insgesamt 137 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Das ist ein neuer Höchststand – die FuE-Quote liegt bei 3,17 Prozent.

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Der Bericht nimmt zudem Stellung zum Gutachten der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) vom Februar 2026. Erstellt wurde das Dokument vom DLR ProjekttrÀger und der Prognos AG im Auftrag des Bildungsministeriums.

Forschungszulage wird deutlich ausgeweitet

Parallel zur Berichterstattung treten weitreichende Neuerungen beim Forschungszulagengesetz in Kraft. Ab 2026 steigt die maximale förderfÀhige Bemessungsgrundlage auf 12 Millionen Euro pro Jahr.

Möglich wird damit eine jĂ€hrliche Förderung von bis zu 3,0 Millionen Euro. FĂŒr kleine und mittlere Unternehmen sind sogar 4,2 Millionen Euro vorgesehen.

Ein wesentlicher Bestandteil der Reform ist der sogenannte Investitionsbooster. ErgĂ€nzt wird er durch einen Gemeinkostenzuschlag. Bereits seit 2024 werden unter bestimmten Bedingungen auch Abschreibungen in die steuerliche BegĂŒnstigung einbezogen.

Die Forschungszulage bleibt das einzige Instrument der FuE-Förderung in Deutschland, das rĂŒckwirkend beantragt werden kann. Derzeit gilt das fĂŒr Projekte, die bis ins Jahr 2022 zurĂŒckreichen.

Technologieoffen und ohne Patentzwang

Die steuerliche Förderung umfasst Bruttolöhne der FuE-Mitarbeiter, Eigenleistungen sowie Auftragsforschung. Die Bemessung orientiert sich an den internationalen Frascati-Kriterien.

Entscheidend ist nicht, ob eine Weltneuheit oder ein Patent vorliegt. Wichtig ist vielmehr, dass fĂŒr ein konkretes technisches Problem keine bekannte Standardlösung existiert.

Die PrĂŒfung durch die Bescheinigungsstelle Forschungszulage fokussiert auf die nachvollziehbare Darstellung des Entwicklungsweges. Dazu gehören technische HĂŒrden und mögliche Sackgassen. Auch gescheiterte Projekte sind förderfĂ€hig.

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Die Beantragung erfolgt zweistufig: ZunÀchst muss eine Bescheinigung bei der BSFZ eingeholt werden. Danach wird die Zulage beim zustÀndigen Finanzamt geltend gemacht.

Regionale Schwerpunkte und Risikokapital

Flankierend zur bundesweiten Förderung setzen einzelne BundeslĂ€nder eigene Akzente. Nordrhein-Westfalen hat eine neue Luftfahrtindustriestrategie veröffentlicht. Das Land will sich als Standort fĂŒr nachhaltige Flugtechnologien positionieren – etwa Wasserstoffantriebe und elektrisches Fliegen.

Das Luftfahrtforschungsprogramm des Bundes wird mit 90 Millionen Euro Strukturmitteln fĂŒr das Rheinische Revier aufgestockt. Einreichungen fĂŒr den aktuellen Förderaufruf LuFo VII-2 sind noch bis zum 24. Juni möglich.

WÀhrend der Staat die Förderung ausbaut, mahnt die private Wirtschaft Reformbedarf bei der Wachstumsfinanzierung an. Ein Zusammenschluss von 24 deutschen Risikokapitalgebern stellte in Berlin ein Strategiepapier vor.

Das „German Venture and Growth Forum" fordert die Mobilisierung von jĂ€hrlich 15 Milliarden Euro zusĂ€tzlichem Risikokapital. Versicherer und Pensionskassen sollen den Mangel an Wachstumskapital beheben.

Besonders im Biotech-Bereich ist das Volumen zuletzt eingebrochen. Deutsche Biotech-Start-ups erhielten 2025 nur 601 Millionen Euro Wagniskapital – ein RĂŒckgang von 33 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr.

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