Frankfurter Juridicum: Stadt prüft Sanierung oder Neubau ab 2027
Veröffentlicht am: 03.10.2026 um 18:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In Berlin und Frankfurt am Main zeichnen sich richtungsweisende Entscheidungen für innerstädtische Bestandsimmobilien ab. Während das Beherbergungsunternehmen CityHub eine Neueröffnung in der Bundeshauptstadt vorbereitet, steht in der hessischen Finanzmetropole die Zukunft eines markanten Bestandsbaus zur Debatte: Die Stadt Frankfurt will für das Juridicum bis zum Jahr 2027 die finanziellen Rahmenbedingungen für eine umfassende Sanierung oder einen Neubau ermitteln.
CityHub expandiert an den Leipziger Platz
Am Berliner Leipziger Platz plant CityHub die Errichtung eines neuen Hotels in Berlin-Mitte. Wie aus einem Bericht vom 03.10.2026 hervorgeht, soll das Projekt in rund 2.100 m² bislang ungenutzter Einzelhandelsfläche untergebracht werden. Als Investitionspartner des Projekts tritt Columbia Threadneedle Investments auf. Die Eröffnung der neuen Beherbergungsstätte ist für das 4. Quartal 2027 avisiert.
Das bauliche Konzept sieht insgesamt 139 Hubs vor. Diese unterteilen sich in 122 Standard- sowie 17 barrierearme Einheiten. Zudem umfasst die Planung eine Sauna, Gemeinschaftsbäder und spezifische Austauschbereiche für Gäste. CityHub verfügt bereits über bestehende Hotels in Amsterdam, Rotterdam, Kopenhagen und Reykjavik; als weitere deutsche Standorte gelten Berlin und Hamburg.
Während die Stadt Frankfurt die Kosten für Sanierung oder Neubau des Juridicum erst ab dem ersten Quartal 2027 berechnen will, müssen Investoren ihre eigene Kalkulation längst vorlegen. Der kostenlose Praxis-Report zeigt, wie Sie Sanierungs- und Neubauvarianten renditeseitig vergleichen und gemischte Nutzungskonzepte als Leerstands-Puffer prüfen. Praxis-Report jetzt anfordern
Frankfurt erarbeitet Varianten für das Juridicum
In Frankfurt am Main befasst sich die Stadtplanung unterdessen mit dem 1963 entstandenen Juridicum. Laut einem Bericht vom 03.10.2026 beabsichtigt die Stadt, im 1. Quartal 2027 Sanierungs- sowie Abriss- und Neubauvarianten auszuarbeiten. Unmittelbar daran anschließend sollen die Kosten für diese Szenarien berechnet werden. Wie hoch die jährlichen Kosten ausfallen werden, ist gegenwärtig noch offen.
Entsprechende Schätzungen von 20–30 Mio. Euro pro Jahr, die von Ingrid Häußler vorgebracht wurden, konnte Planungsdezernent Marcus Gwechenberger nicht bestätigen. Perspektivisch steht für den Bau eine gemischte Nutzung im Raum, bei der Wohnen, Gastronomie und weitere Angebote kombiniert werden könnten. Die Weichenstellung für das Umfeld soll mittelfristig erfolgen: Laut Koalitionsvertrag soll 2028 Klarheit über den Kulturcampus herrschen.
