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Frankreich: Le Pen will Defizit senken und fordert EZB-Intervention

Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 12:11 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die französische PrÀsidentschaftskandidatin Marine Le Pen, will das Haushaltsdefizit in den kommenden Jahren deutlich reduzieren.

Bis spĂ€testens 2032 soll das Defizit unter drei Prozent des Bruttoinlandsprodukt (BIP) gedrĂŒckt werden, sagte die Vorsitzende des "Rassemblement National" am Dienstag bei der Vorstellung ihres Haushaltsplans fĂŒr das kommende Jahr. Le Pen gilt derzeit als Favoritin fĂŒr die PrĂ€sidentschaftswahl im kommenden Jahr.

Im Jahr 2027 soll das Defizit zunÀchst auf 3,7 Prozent der Wirtschaftsleistung sinken. Die aktuelle Regierung strebt ein Defizit von 5 Prozent an. Bis zum Jahr 2032 soll das Defizit dann auf 2,2 Prozent sinken. Die Staatsausgaben sollen bis dahin um mehr als 140 Milliarden Euro gesenkt werden.

Ein großer Teil der von der vom "Rassemblement National" angestrebten Einsparungen soll durch AusgabenkĂŒrzungen, eine Reduzierung der Zahlungen an die EuropĂ€ische Union sowie KĂŒrzungen bei den Ausgaben im Zusammenhang mit der Einwanderung erzielt werden. Le Pen versucht so, Anleger zu beruhigen, da Sorgen die wachsende Verschuldung und die politische Unsicherheit die Renditen von französischen Anleihen zuletzt deutlich nach oben getrieben hatte. Le Pen forderte auch die EuropĂ€ische Zentralbank auf einzugreifen, um die französischen Finanzierungskosten zu senken.

Am vergangenen Freitag war die Rendite zehnjĂ€hriger Staatsanleihen bis auf fast 5 Prozent gestiegen. Am Dienstag fiel sie auf 4,75 Prozent zurĂŒck. Die Sorgen um Frankreich hatte zuletzt auch die Renditen in anderen LĂ€ndern der Eurozone deutlich nach oben getrieben. Auch hier entspannte sich die Lage am Dienstag. Zugelegt hat auch der Eurokurs. Auch der französische Aktienmarkt legte zu.

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