Fresenius hebt Ziele an: Kern-Ergebnis wächst jetzt 10–15%
Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 04:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die laufende Berichtssaison sorgt für Bewegung bei den großen Dax-Konzernen. Während Fresenius seine Jahresziele anhebt, müssen Lufthansa, BioNTech und Beiersdorf Federn lassen.
Fresenius: Umbauprogramm trägt Früchte
Der Gesundheitskonzern Fresenius rechnet nun mit einem währungsbereinigten Wachstum des Kern-Ergebnisses je Aktie von 10 bis 15 Prozent. Bislang standen 5 bis 10 Prozent in Aussicht. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz organisch um 6 Prozent auf rund 5,86 Milliarden Euro, das betriebliche Ergebnis legte um 10 Prozent auf 719 Millionen Euro zu.
Die Sparten entwickelten sich unterschiedlich, aber stabil. Fresenius Kabi erreichte mit seiner EBIT-Marge das obere Ende des Zielkorridors von 16,5 bis 17,0 Prozent. Bei Fresenius Helios lag die Marge zwischen 10,0 und 10,5 Prozent. Das Unternehmen führt die positive Entwicklung auf strukturelle Verbesserungen im laufenden Umbauprogramm zurück.
Lufthansa: Treibstoffkosten und Streiks belasten
Die Lufthansa senkt ihre Gewinnprognose für 2026. Statt deutlich über 1,96 Milliarden Euro erwartet der Konzern nun ein bereinigtes EBIT von 1,7 bis 2,2 Milliarden Euro. Als Gründe nennt das Management die hohe Volatilität der Kerosinpreise und einen Trend zu kurzfristigeren Buchungen.
Im zweiten Quartal schlugen die gestiegenen Treibstoffkosten mit zusätzlichen 750 Millionen Euro zu Buche, Streikauswirkungen mit rund 150 Millionen Euro. Trotz eines Umsatzanstiegs um 8 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro brach das bereinigte EBIT um 56 Prozent auf 383 Millionen Euro ein. Unter dem Strich stand ein Nettoverlust von 123 Millionen Euro. Die Ticketpreise könnten weiter steigen, kündigte das Management an.
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BioNTech und Beiersdorf: Nachfrage schwächelt
BioNTech korrigiert seine Umsatzprognose nach unten: Statt 2,0 bis 2,3 Milliarden Euro erwartet der Impfstoffhersteller nun nur noch 1,6 bis 1,9 Milliarden Euro. Grund sind die nachlassende Nachfrage nach COVID-19-Impfstoffen und verschobene Meilensteinzahlungen. Im zweiten Quartal stand ein Nettoverlust von 821 Millionen Euro bei einem Umsatz von 105,6 Millionen Euro.
Beiersdorf hatte bereits einen Tag zuvor die Ziele gesenkt. Der Konsumgüterkonzern erwartet für 2026 einen Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich – zuvor war noch leichtes Wachstum in Aussicht gestellt worden. Besonders die Kernmarke Nivea schwächelt und verzeichnete im ersten Quartal ein Minus von 6,8 Prozent. Die EBIT-Marge soll bei mindestens 11,8 Prozent liegen.
Zalando enttäuscht, kleinere Player überraschen
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Zalando rechnet beim Wachstum von Bruttowarenvolumen und Umsatz nur noch mit dem unteren Ende der Spanne von 12 bis 17 Prozent. Dabei wuchs der Online-Händler im zweiten Quartal um 21 Prozent auf 3,42 Milliarden Euro Umsatz – das pro-forma-Wachstum inklusive Zukäufen lag allerdings nur bei 4,4 Prozent.
Positive Signale kommen aus kleineren Segmenten: Der Bildverarbeitungsspezialist Basler hebt seine Prognose auf bis zu 290 Millionen Euro Umsatz an und erwartet eine EBIT-Marge von 12,5 bis 14,5 Prozent. Auch der Anlagenbauer KHD erhöht seine Ziele: 30 Prozent Umsatzplus und ein bereinigtes EBIT von mehr als 10 Millionen Euro stehen nun in Aussicht.
