Scholz fordert: Nicht von ganzen LĂ€ndern und Regionen abkoppeln
16.10.2024 - 20:35:04 | dpa.deNicht nur mit dem Blick auf die FachkrÀfte, sondern auch mit Blick auf neue MÀrkte, sagte Scholz auf einer Veranstaltung zum 150-jÀhrigen Bestehen des ChemikalienhÀndlers Brenntag DE000A1DAHH0 in Essen. Deshalb halte er auch nichts davon, sich von ganzen LÀndern und Regionen abzukoppeln.
Die Ambition sollte auch nicht sein, die besten Zölle zu haben, sondern die besten Produkte zu verkaufen. Das sei Deutschlands Erfolgsmodell als Volkswirtschaft. Mehr Handel mit mehr Partnern aus mehr LĂ€ndern, so sehe in einer unsicheren Welt vernĂŒnftiges Risiko-Management aus.
"Ich will, dass Deutschland erfolgreiches Industrieland bleibt - mit seinen WeltmarktfĂŒhrern und guten IndustriearbeitsplĂ€tzen", betonte er. Darum gehe es auch bei seiner im Bundestag vorgestellten industriepolitischen Agenda. Scholz hatte in einer RegierungserklĂ€rung zum anstehenden EU-Gipfel in BrĂŒssel angekĂŒndigt, er werde noch in diesem Monat mit einem Gipfel im Kanzleramt die Probleme der Industrie in Deutschland angehen.
Zur Chemiebranche sagte er, die Energiepreise, die durch den russischen Angriffskrieg stark gestiegen waren, hĂ€tten vor allem diese Industrie besonders betroffen. Inzwischen seien die Preise wieder gesunken. Aber zugleich gebe es viel Unsicherheit - gerade auch in der Chemiebranche - wie sich die Preise kĂŒnftig entwickeln werden und was das fĂŒr die Produktion in Deutschland heiĂe. Deshalb habe er sich beim Chemie-Gipfel mit der Branche zusammengesetzt und ein Paket mitgebracht, das die Branche stĂ€rker mache, betonte Scholz. So lehnt er etwa ein Totalverbot der sogenannten Ewigkeitschemikalien PFAS in der EU ab.
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