Gasreserve, Reiche

Gasreserve: Reiche will Verbraucher mit 1,5-Milliarden-Projekt entlasten

Veröffentlicht am: 03.08.2026 um 05:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Bundesregierung plant eine milliardenschwere Gasreserve. Wirtschaftsministerin Reiche bevorzugt nun eine Finanzierung über den Bundeshaushalt statt einer Verbraucherumlage.

Gasreserve-Finanzierung: Reiche will Bund statt Verbraucher belasten
Moderne industrielle Erdgasspeicheranlage bei Dämmerung als Symbol für nationale Energiesicherheit. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche will die strategische Gasreserve nicht mehr über Verbraucher finanzieren. Stattdessen soll der Bundeshaushalt einspringen – zumindest teilweise.

Milliardenprojekt mit offener Finanzierung

Das Ministerium bestätigte Anfang August die Pläne. Vorgesehen ist eine Reserve von 24 Milliarden Kilowattstunden, rund zehn Prozent der deutschen Gasspeicherkapazität. Die Kosten: etwa 1,5 Milliarden Euro.

Bisher sollten die Verbraucher zahlen. Ein durchschnittliches Einfamilienhaus wäre mit rund 42 Euro pro Jahr belastet worden, plus fünf Euro Betriebskosten. Genau diese Belastung will Reiche vermeiden. „Wir müssen über alternative Finanzierungsmöglichkeiten beraten", so die Ministerin.

Warum die Reserve nötig ist

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Die Sicherheitslage hat sich verschärft. Die Krisen im Nahen Osten lassen eine Schließung der Straße von Hormus befürchten. Auch Anschläge auf Pipelines gelten als ernstzunehmendes Risiko.

Derzeit sind die deutschen Gasspeicher zu 47 Prozent gefüllt. Die geplante Reserve soll als Puffer dienen, um Lieferunterbrechungen abzufedern.

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Entscheidung bis Jahresende

Ob reine Haushaltsfinanzierung, Umlage oder Mischmodell – die Details müssen rechtssicher fixiert werden. Die Regierung will das Gesetzgebungsverfahren bis Ende 2026 abschließen. Die Abstimmung mit Koalition und Marktteilnehmern läuft.

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