Geesthacht: Zwei neue BaumelbĂ€nke entlasten RĂŒcken und Gelenke am Elbufer
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 16:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In der Stadt Geesthacht wurde die Infrastruktur fĂŒr Passanten und Wanderer am Elbufer weiter ausgebaut. Wie aus einem Bericht vom 24. September 2026 hervorgeht, wurden am Elbewanderweg zwei weitere sogenannte BaumelbĂ€nke aufgestellt. Die neuen Sitzgelegenheiten befinden sich am FeldherrenhĂŒgel sowie in der NĂ€he des Schiffsanlegers GrĂŒnhof-Tesperhude und ergĂ€nzen das bereits bestehende Angebot am Menzer-Werft-Platz.
Fokus auf Ergonomie und RĂŒckengesundheit
Die Konstruktion der BaumelbĂ€nke unterscheidet sich deutlich von herkömmlichen ParkbĂ€nken. Laut einer Sprecherin der Stadt liegt die SitzflĂ€che auf einer Höhe von 85 cm. Damit rangiert sie rund 50 cm ĂŒber dem Durchschnittswert einer gewöhnlichen Bank in Geesthacht. Diese spezifische Bauweise zielt darauf ab, den unteren RĂŒcken sowie die Gelenke der Nutzer zu entlasten, da die Beine beim Sitzen frei schwingen können.
Das Konzept geht auf eine Initiative des Seniorenbeirats aus dem Jahr 2024 zurĂŒck. In jenem Jahr wurde auch die erste Bank dieser Art in der NĂ€he der Boule-Bahn am Menzer-Werft-Platz errichtet. Um die Dauerhaftigkeit im öffentlichen Raum zu gewĂ€hrleisten, bestehen die BĂ€nke aus Stahl. Diese Materialwahl soll die Möbel langlebig und sicher gegen Vandalismus machen.
Barrierefreiheit und Gestaltung im öffentlichen Raum
Die MaĂnahmen in Geesthacht stehen im Kontext verstĂ€rkter BemĂŒhungen norddeutscher Kommunen um barrierefreie und inklusive AuĂenanlagen. In Elmshorn begannen die Stadtwerke im Steindammpark mit einem ersten Bauabschnitt zur Installation einer neuen Beleuchtung.
Dieses Vorhaben ist Teil des Projekts âSteindammpark fĂŒr ALLE!â, welches aus dem Fonds fĂŒr Barrierefreiheit des Landes Schleswig-Holstein gefördert wird. Neben einer insektenfreundlichen Beleuchtung sind dort Verbesserungen an Wegen und Leitelementen sowie inklusive Spiel- und Aufenthaltsangebote vorgesehen.
Rund 50 Zentimeter höher als eine gewöhnliche Bank â so lĂ€sst eine spezielle Sitzgelegenheit am Elbufer die Beine frei schwingen und soll den unteren RĂŒcken sowie die Gelenke entlasten. Was hinter dieser ergonomischen Idee steckt und wie Sie das Prinzip zu Hause umsetzen, zeigt unser kostenloser Ratgeber. Kostenlosen Ratgeber fĂŒr rĂŒckenschonendes Sitzen anfordern
Parallel dazu rĂŒcken StĂ€dte die Ă€sthetische und funktionale QualitĂ€t des öffentlichen Raums stĂ€rker in den Fokus. Der Bau- und Werksenat der Welterbestadt Bamberg hat dazu den Startschuss fĂŒr eine Gestaltungsoffensive gegeben. Ziel ist die Erarbeitung eines Handbuchs, das verbindliche Vorgaben und Empfehlungen fĂŒr die Möblierung und Gestaltung der Innenstadt festlegt.
Technologische Integration und soziale Funktionen
Moderne Sitzgelegenheiten ĂŒbernehmen zunehmend Funktionen, die ĂŒber das reine Ruhen hinausgehen. Im Landkreis Hof und in Olpe kommen bereits âsmarte BĂ€nkeâ zum Einsatz. Diese verfĂŒgen ĂŒber Photovoltaik-Module in der SitzflĂ€che, die das Laden von MobilgerĂ€ten per USB oder Induktion ermöglichen.
Im Landkreis Hof erfassen integrierte Sensoren zudem Daten zu Temperatur und LuftqualitĂ€t fĂŒr den Digitalen Zwilling der Region. Die Finanzierung solcher Projekte erfolgt zu 90 Prozent aus Fördermitteln der Smart-City-Initiative des Bundesministeriums fĂŒr Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.
Wer beim Aufstehen aus zu tiefen SitzbĂ€nken Gelenkbelastung spĂŒrt, kann mit der richtigen Sitzhöhe gegensteuern: Eine SitzflĂ€che auf 85 Zentimetern lĂ€sst die Beine frei schwingen und nimmt Druck vom unteren RĂŒcken. Unser Leitfaden erklĂ€rt die ergonomischen Grundlagen und liefert Ăbungen fĂŒr den Alltag. Leitfaden fĂŒr entlasteten RĂŒcken sichern
Neben technologischen Aspekten werden Sitzmöbel auch fĂŒr soziale und symbolische Botschaften genutzt. In Hanau ist fĂŒr das kommende Wochenende eine Aktion unter dem Titel âPlatz nehmen fĂŒr MenschenwĂŒrdeâ geplant. Dabei wird eine Bank mit der Aufschrift âKein Platz fĂŒr Ausgrenzungâ prĂ€sentiert, bei der ein Teil der SitzflĂ€che fehlt, um auf gesellschaftliche Barrieren aufmerksam zu machen.
In Köln wurde zudem temporĂ€r auf dem Neumarkt ein 280 Quadratmeter groĂer Kunstrasenteppich mit 100 StĂŒhlen installiert. Die vom Haus der Architektur Köln initiierte FlĂ€che soll noch bis zum 25. September 2026 als geometrisches Ornament zur Belebung des Platzes beitragen, bevor eine Wiederholung im nĂ€chsten Jahr angestrebt wird.
