GeldwÀsche-Verordnung, Ausweispflicht

GeldwÀsche-Verordnung: Ab Juli 2027 Ausweispflicht bei Bargeld ab 3.000 Euro

Veröffentlicht: 16.07.2026 um 19:33 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Ab 2027 mĂŒssen HĂ€ndler bei Barzahlungen ab 3.000 Euro die Ausweise der Kunden prĂŒfen und speichern. Die Bundesregierung verschĂ€rft parallel die Strafen fĂŒr Steuerhinterziehung.

Neue EU-GeldwÀscheregeln: Bargeld ab 3.000 Euro wird registriert
Nahaufnahme von Euro-Banknoten, die von einer Person gezĂ€hlt und dokumentiert werden, im Hintergrund ein BĂŒro, das neue Meldepflichten symbolisiert. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

000 Euro die IdentitĂ€t ihrer Kunden prĂŒfen. Die neue EU-GeldwĂ€scheverordnung zwingt Unternehmen zur Erfassung und fĂŒnfjĂ€hrigen Aufbewahrung der Ausweisdaten. Parallel legt die Bundesregierung einen nationalen Aktionsplan mit 26 Maßnahmen vor – inklusive hĂ€rterer Strafen und neuer Überwachungsbehörden.

IdentitĂ€tsnachweis fĂŒr Bargeldtransaktionen

Die EU-Verordnung schreibt vor: Wer 3.000 Euro oder mehr in bar bezahlt, muss einen gĂŒltigen Ausweis vorlegen. HĂ€ndler erfassen die Daten und heben sie fĂŒnf Jahre lang auf. Damit soll die AnonymitĂ€t bei grĂ¶ĂŸeren BargeldgeschĂ€ften im Binnenmarkt verschwinden. Ziel ist die lĂŒckenlose RĂŒckverfolgbarkeit von Finanzströmen.

HĂ€rtere Strafen fĂŒr SteuersĂŒnder

Die Bundesregierung verschĂ€rft das Strafrecht massiv. Die generelle Straffreiheit bei Selbstanzeige soll fallen. KĂŒnftig drohen bei Steuerhinterziehung ein bis 15 Jahre Haft. Das ist eine klare Ansage: Steuerbetrug wird wieder als Verbrechen eingestuft.

Gleichzeitig verlĂ€ngert der Bund die Aufbewahrungsfristen fĂŒr steuerrelevante Belege auf 15 Jahre. Zur Durchsetzung entsteht ein neues Zentrum beim Zoll mit rund 1.500 Stellen. Ein Datenanalysezentrum mit KĂŒnstlicher Intelligenz soll kĂŒnftig UnregelmĂ€ĂŸigkeiten in Finanzströmen aufspĂŒren.

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Registrierkassenpflicht kommt 2028

Bargeldintensive Betriebe mit mehr als 100.000 Euro Jahresumsatz mĂŒssen ab dem 1. Januar 2028 manipulationssichere Registrierkassen nutzen. Bei VerstĂ¶ĂŸen drohen Bußgelder bis 25.000 Euro oder Haft bis zu fĂŒnf Jahren.

Die umstrittene Bonpflicht wird entschĂ€rft: FĂŒr BetrĂ€ge unter 30 Euro entfĂ€llt die Pflicht zum Papierbon. Digitale Alternativen per QR-Code sollen die BĂŒrokratie entlasten. Experten rechnen mit einmaligen Umstellungskosten von 99 Millionen Euro – aber jĂ€hrlichen Einsparungen von 89 Millionen Euro.

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100 Milliarden Schaden jÀhrlich

Der Staat verliert jedes Jahr rund 100 Milliarden Euro durch Steuerbetrug und FinanzkriminalitĂ€t. Schon fĂŒr 2027 erwartet der Bund Mehreinnahmen von einer Milliarde Euro – durch den Aktionsplan, die Besteuerung von Kryptogewinnen und ein elektronisches Umsatzsteuer-Meldesystem.

Neu ist auch die erweiterte Vermögensabschöpfung: Ermittlungsbehörden dĂŒrfen verdĂ€chtige Vermögenswerte kĂŒnftig fĂŒr 180 Tage beschlagnahmen – ohne Verurteilung. Das soll verhindern, dass Kriminelle ihr Geld rechtzeitig verschieben.

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