Gemeindecheck, Haar

Gemeindecheck 2026: Haar schlägt 10.817 Gemeinden bei Daseinsvorsorge

27.05.2026 - 21:04:32 | boerse-global.de

Das IW-Ranking zur Daseinsvorsorge zeigt starke Aufholjagd ostdeutscher Kommunen und neue Präventionsprojekte bundesweit.

Gemeindecheck 2026: Haar schlägt 10.817 Gemeinden bei Daseinsvorsorge - Foto: über boerse-global.de
Gemeindecheck 2026: Haar schlägt 10.817 Gemeinden bei Daseinsvorsorge - Foto: über boerse-global.de

Das zeigt der aktuelle „Gemeindecheck“ des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) vom 25. Mai 2026. Die Studie untersuchte alle 10.817 deutschen Gemeinden auf ihre Versorgungsstrukturen. Auf den Plätzen folgen Offenbach am Main, Frankfurt am Main und Eschborn.

Ostdeutschland holt auf

NRW führt das Ranking der Flächenländer an. Doch der Blick nach Osten überrascht: Viele ostdeutsche Städte schnitten besser ab als vergleichbare Kommunen im Westen. Die Investitionen der vergangenen Jahre in moderne Infrastrukturen zahlen sich offenbar aus. Die größte Herausforderung bleibt die ländliche Grundversorgung – besonders bei medizinischen Einrichtungen und sozialen Angeboten.

Wolfsburg lockt mit Geld

Gegen den Ärztemangel setzt Wolfsburg auf finanzielle Anreize. Der Rat beschäftigt sich Mitte Juni mit einem erweiterten Förderpaket. Geplant sind zusätzliche 300.000 Euro. Rund 90.000 Euro fließen in Niederlassungsförderung und Stipendien für Medizinstudierende. 210.000 Euro sind für Innovationsprojekte und den Erhalt bestehender Praxen vorgesehen. Die Richtlinie soll bis Ende 2028 verlängert werden.

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Gesundheitstag auf der Landesgartenschau

Ellwangen veranstaltet am heutigen Mittwoch einen speziellen Gesundheitstag. Unter dem Motto der gesunden Ernährung und Lebensweise gibt es Programme zu Stressbewältigung, Darmgesundheit und Selbstwertgefühl. Neben Vorträgen finden praktische Einheiten wie Yoga statt. Die AOK und regionale Hochschulen sind als Partner für Gesundheitsmessungen und Beratung dabei.

Sport als Präventionsmotor

Der Landessportbund Sachsen-Anhalt fordert mehr Unterstützung für den Kinder- und Jugendsport. Im Fokus stehen eine auskömmliche Finanzierung von Kooperationen zwischen Vereinen, Kitas und Schulen sowie bessere räumliche Bedingungen in Bildungseinrichtungen.

In Brandenburg setzen Wusterhausen/Dosse, Kyritz und Wittstock/Dosse aufs Rad. Seit Pfingstsamstag läuft dort die Aktion Stadtradeln – bis zum 12. Juni. Die Auszeichnung der erfolgreichsten Teilnehmer ist für den 4. Juli geplant. Die Initiative verknüpft Klimaschutz mit Fitness und fördert das gemeinschaftliche Engagement.

Langfristige Erfolge

Prävention braucht dauerhafte Strukturen. Das Burgenland zeigt, wie es geht: Seit Start einer Präventionsinitiative 2022 verzeichnete sie bis zum 1. Mai 4.824 Teilnehmer. Allein 2026 nahmen bis Anfang Mai 617 Personen an den Gesundheitstagen teil. Das Programm richtet sich an Zielgruppen ab 40 sowie über 70 Jahren und setzt auf Eigenbeteiligung.

Ein weiteres Modellprojekt: der Pflegekreis der Stadt Elsterwerda und umliegender Ämter im Landkreis Elbe-Elster. Er wurde bereits im Juli 2018 ins Leben gerufen und vernetzt pflegerische und soziale Angebote im ländlichen Raum.

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Internationale Impulse

Auch Vietnam schafft neue Rahmenbedingungen. Das Gesundheitsministerium befasste sich am 26. Mai mit einem neuen Gesetz zur Krankheitsprävention. Es tritt zum 1. Juli in Kraft. Der Staat übernimmt künftig die vollen Betriebskosten für Präventionseinrichtungen. Zudem werden ein spezieller Krankheitspräventionsfonds und Stipendien für Studierende der Präventivmedizin eingerichtet.

Dresdens neue Bewegungsräume

Investitionen in den öffentlichen Raum sind indirekte Gesundheitsförderung. In Dresden wurde am 26. Mai der Toeplerpark nach Sanierung wiedereröffnet. Er bietet jetzt Themenspielplätze, Fitnessgeräte und Tischtennisplatten. Kosten: rund 980.000 Euro.

Am 1. Juni folgt die Eröffnung eines neuen Orchesterspielplatzes in der Wilsdruffer Vorstadt – realisiert für über 515.000 Euro. Solche Projekte schaffen Anreize für einen aktiven Lebensstil.

Die Verknüpfung von medizinischer Versorgung, Prävention und attraktiver Lebensraumgestaltung bleibt das zentrale Thema der kommunalen Entwicklung. Die IW-Studie dient dabei als Gradmesser. Die kommenden Wochen mit Aktionen wie dem Stadtradeln werden zeigen, wie stark die Bevölkerung diese Angebote annimmt.

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