Generation, Arbeitsplatz

Generation Z am Arbeitsplatz: 65% arbeiten krank, 26% depressiv

01.06.2026 - 12:50:05 | boerse-global.de

Studien belegen: Betriebliches Gesundheitsmanagement braucht Unterstützung der Führungsebene und ganzheitliche Strategien.

UBS Navigates Legacy Challenges While Bolstering Leadership - Foto: über boerse-global.de
UBS Navigates Legacy Challenges While Bolstering Leadership - Foto: über boerse-global.de

Die erfolgreiche Umsetzung von Gesundheitsmaßnahmen hängt vom Rückhalt der Geschäftsführung ab. Ein ganzheitlicher Ansatz ist entscheidend.

Ein effektives Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) braucht die enge Verknüpfung von Gesundheitsförderung, Eingliederungsmanagement und Arbeitsschutz. Das zeigen aktuelle Studien. Gesundheit wird dabei nicht mehr nur als Abwesenheit von Krankheit verstanden, sondern als strategische Managementaufgabe.

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Die mhplus Krankenkasse macht es vor: Im Juli 2025 als „Gesunder Arbeitgeber“ ausgezeichnet, setzt sie auf digitale Plattformen zur Vernetzung ihrer Angebote. Neben ergonomischen Arbeitsplätzen und medizinischen Check-ups für über 1.000 Mitarbeitende an 16 Standorten gibt es auch Online-Vorträge.

Pflegekräfte fühlen sich nicht wertgeschätzt

Eine Befragung des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK) im März und April 2026 zeigt den Handlungsbedarf. Von mehr als 3.000 Teilnehmenden empfinden 83 Prozent ihre Arbeit als sinnstiftend. Doch nur 3 Prozent sehen eine ausreichende gesellschaftliche Anerkennung. Lediglich 22 Prozent berichten von Mitsprache bei Veränderungen.

Auf der Fachveranstaltung „XUND Fokus“ Anfang Juni stand die Resilienz in der Pflege im Mittelpunkt. Dr. Barbara Studer empfahl Strategien wie bewusste Regeneration, Schlaf, Naturerlebnisse und Achtsamkeit.

Generation Z: Konflikte und psychische Belastung

Der DAK-Gesundheitsreport 2025 zeigt: 28 Prozent der unter 30-Jährigen erleben Konflikte zwischen den Generationen am Arbeitsplatz. Ein Viertel fühlt sich stark belastet. Im Gesundheits- und Erziehungswesen liegt die Betroffenheit bei 30 Prozent.

Trotz niedrigerem Krankenstand (4,7 Prozent gegenüber 5,4 Prozent Gesamt) arbeiteten 65 Prozent der Generation Z bereits krank. 26 Prozent berichteten von depressiven Symptomen.

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Präventionskurse: Bis zu 300 Euro Zuschuss

Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach warb im April für regelmäßige Check-ups. Seit Anfang April ist zudem die Lungenkrebs-Früherkennung per Niedrigdosis-CT für starke Raucher zwischen 50 und 75 Jahren möglich.

Die Krankenkassen bezuschussen zertifizierte Präventionskurse mit 150 bis 300 Euro. Voraussetzung: eine Teilnahmequote von mindestens 80 Prozent. Die Kurse müssen von der Zentralen Prüfstelle Prävention (ZPP) zertifiziert sein.

Diversität und digitale Vernetzung

Die Unternehmenskultur beeinflusst das Betriebsklima maßgeblich. Die Wiener Linien starteten im Juni eine Kampagne zur Solidarität mit der LGBTQIA+-Community. Das Unternehmen beschäftigt über 9.500 Mitarbeitende aus 70 Nationen.

Laut Bitkom-Studie verfügen bereits 77 Prozent der IT-Unternehmen über Diversitätsziele. Sie tragen unter anderem zu höherer Innovationskraft bei.

Die Digitalisierung im Gesundheitssektor schreitet voran. Anfang 2026 gründete sich die MediOne GmbH. Das Unternehmen will ein sicheres Kommunikationsnetzwerk zwischen Ärzten, Kliniken und Patienten aufbauen. In Pilotphasen konnten Warteschlangen in Praxen bereits reduziert werden.

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