Geopolitische Krisen und volatile MÀrkte: Warum erfahrene Trader jetzt einen klaren Kopf benötigen
17.04.2026 - 12:47:35 | ad-hoc-news.de
Angst als Strategie ist zum Scheitern verurteilt
Manifeste Sorgen sind schlechte Ratgeber, im Alltag ebenso wie beim Kauf und Verkauf von Finanzinstrumenten. Vor diesem Hintergrund allein die Hände in den Schoß zu legen, bedeutet unausweichlich die Entscheidung zur Untätigkeit – ein emotionaler Impuls mit fatalen Folgen.
Faktisch ist lautloses Ausharren mit der Option zur Rückkehr zum Justieren, wenn sich die Märkte wieder beruhigt haben, gleichzusetzen mit zahlreich vergebenen Chancen.
Saman Shiripour, Trader, Unternehmer und Familienvater, gehört zur Kategorie derer, die für ihre Erfolge kämpfen mussten. Als Lkw-Fahrer nutzte er jede freie Minute, um an Wissen über Wirtschaftssektoren, Handelsplätze und menschliche Psychologie zu kommen. Dadurch vermag er heute eine realistische Einschätzung darüber zu geben, was Anleger in Krisenzeiten wirklich zu Fall bringt:
„Die meisten verlieren nicht, weil ihre Strategie falsch ist. Sie verlieren aufgrund abrupter Improvisation. Verlust im Depot erzeugt Panik im Kopf. Dadurch entstehen Entscheidungen, die nichts mehr mit dem ursprünglichen Plan zu tun haben."
Was Volatilität wirklich bedeutet
Geopolitische Konflikte erzeugen Volatilität nicht nur in Form schwankender Ölpreise. Währungen geraten unter Druck, digitale Zahlungsmittel erfahren empfindliche Veränderungen. Für den unvorbereiteten Beobachter wirkt das wie pures Chaos. Doch mit dem richtigen Werkzeug in der Hand sind diverse aussichtsreiche Optionen vorhanden, da Schwankungsbreiten Bewegungen sind, die grundsätzlich in beide Richtungen möglich sind.
Vor diesem Hintergrund wird vielfach übersehen, dass Märkte durchaus auch von fallenden Kursen profitieren können. Im Fachjargon steht dafür der Begriff “Short-Position”, eine in der Finanzwelt gängige Bezeichnung, die dem unerfahrenen Anleger allerdings häufig gänzlich unbekannt ist.
Saman Shiripour können internationale Spannungen kaum beunruhigen, jedenfalls dann, wenn es ums Trading geht:
„Krieg, Ölkrise oder Rezession ändern nichts am Grundprinzip. Essenziell bleibt, frühzeitig zu erkennen, in welche Richtung sich der Markt bewegt. Mit den richtigen Entscheidungen lässt sich Geld in allen Zeiten verdienen, mit persönlichem Stillstand hingegen kaum. Und Bewegung gibt es in einer Krise mehr als genug."
Stille, aber erhebliche Gefahr: Abwarten
Die Ironie der Situation liegt im Verborgenen. Vermeintlich sicheres Kapital auf Konten befindet sich ungenutzt praktisch in der höchsten Unsicherheit, die eine Konjunkturflaute überhaupt bieten kann.
Inflation nagt an der Kaufkraft, während die Renten schrumpfen und die Energiepreise die Haushalte in Aufruhr versetzen. Im Grunde sind wir alle von diesen Veränderungen betroffen. Warum also die Füße stillhalten und leise verlieren?
Es soll verbindlich nicht für blinden Aktionismus plädiert werden, vielmehr handelt es sich um eine nüchterne Bestandsaufnahme: Aufgrund der schnellen Umbrüche von außen wird Stillstand zur neutralen Position. Eine wenig sinnreiche Entscheidung – mit mannigfaltigen Konsequenzen.
Das machen erfahrene Trader in Krisenzeiten anders
Wenn es um einen guten Fahrplan in unsicheren Zeiten geht, bilden drei Prinzipien eine geeignete Basis:
Risikomanagement vor Rendite: Eine einfache Regel, die besagt, dass beim Start ins Trading kleine Investitionen in festen Grenzen und mit dem klaren Bewusstsein zum möglichen Verlust vor Ungeduld schützen. Erst dann, wenn die Strategie greift, ist es indiziert, das Engagement zu erhöhen.
Richtung statt Prognose: Niemand kann vorhersagen, wohin sich ein Markt bewegt. Derartige Behauptungen gehören vielmehr in das Reich des Glücksspiels. Allerdings können aus den unterschiedlichen Anlagestrukturen und in den verschiedenen Wirtschaftsräumen Muster sowie Signale erkennbar sein. Eine Fähigkeit, die handwerklichem Können gleicht.
Emotionen aus dem Trade halten: Ein überaus wichtiger Punkt, für den sich hilfreiche Werkzeuge anbieten:
Automatische Stop-Loss-Grenzen begrenzen den Verlust in einem eigens gewählten Rahmen. Verbunden hiermit sind feste Regeln für Ein- und Ausstieg. Klar definierte Ziele erlauben es, das System für sich arbeiten zu lassen, ohne der eigenen Psychologie zu viel Raum zu geben.
Experte Saman Shiripour lebt die vorgenannten Prinzipien konsequent. Er erläutert hierzu:
„Ich sage meinen Kunden immer: Geh in keinen Trade rein, dessen Ausgang du dir nicht leisten kannst. Ruhig kannst du nur dann bleiben, wenn du vorher eine klare Grenze gesetzt hast. Emotionen den Vorrang zu geben, anstatt einem konkreten Plan zu folgen, daran scheitern die meisten Anleger"
Was bleibt die eigentliche Frage?
Am Ende läuft alles auf eine einzige Frage hinaus. Und diese hat nichts mit dem Nahen Osten, dem Ölpreis oder potenziellen weiteren Hiobsbotschaften zu tun. Sie lautet: Was passiert, wenn die nächste Krise kommt, aber die Antwort darauf noch immer fehlt?
Schwierige Zeiten bleiben nie aus, wie die letzten Jahre eindeutig gezeigt haben. Die bewusste Entscheidung, als Trader zu agieren, hängt demnach davon ab, ob die Bereitschaft existiert für:
- Wissensaufbau, der dafür sorgt, die Grundlagen aller kommenden Tätigkeiten klar zu verstehen. Gute Entscheidungen lassen sich nur mit dem entsprechenden Know-how treffen.
- Darüber hinaus spielt das nüchterne Verständnis für die Funktion der Welt eine tragende Rolle. Hinter den Stereotypen “guter” und “schlechter” Entwicklung im moralischen Sinn verbergen sich auf finanzieller Ebene mitunter ertragreiche Chancen.
- Nur die aktive Nutzung des erworbenen Wissens führt zu greifbaren Ergebnissen.
In jedem Fall bedeutet regungsloses Zuschauen eine Kapitulation, die anderen Vorteile verschafft. Wer das für sich verinnerlichen kann, hat zumindest die Wahl, ob andere Entscheidungen besser wären.
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