German Tech Holding: 6,1 Mio. Euro Forderungen gegen SGT-Gruppe
Veröffentlicht am: 29.08.2026 um 02:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die unter dem Namen German Tech Holding agierende The Payments Group Holding GmbH & Co. KGaA bereitet den Weg für eine Beilegung ihrer juristischen Auseinandersetzungen mit der SGT-Gruppe. Wie das Unternehmen Ende August mitteilte, signalisiert die Holding nun die Bereitschaft zu einer Laufzeitverlängerung für ein Millionendarlehen, um eine zeitnahe Lösung der Konflikte zu ermöglichen.
Im Rahmen der laufenden rechtlichen Streitigkeiten zwischen der German Tech Holding (GTH) und SGT Capital zeichnet sich eine mögliche Entspannung ab. Das in Deutschland ansässige Technologie-Beteiligungsunternehmen gab am 27. August 2026 bekannt, dass es mit einer zeitnahen Auflösung der Differenzen rechne.
In diesem Zusammenhang stellt die GTH für das laufende Geschäftsjahr 2026 erste Zahlungseingänge in einer Größenordnung von 0,5 Mio. Euro bis 1 Mio. Euro in Aussicht.
Bereitschaft zu Zugeständnissen bei Darlehenslaufzeit
Ein zentraler Aspekt der angestrebten Einigung ist der Umgang mit bestehenden Kreditverträgen. Die German Tech Holding hat offiziell ihre Bereitschaft erklärt, die Laufzeit für ein Darlehen in Höhe von 4,2 Mio. Euro zu verlängern. Dieser Schritt wird als Teil einer Strategie gewertet, die festgefahrenen Fronten zwischen den Parteien aufzubrechen und den Weg für die Rückführung der ausstehenden Mittel zu ebnen.
Die Gesamtforderungen der GTH gegenüber der SGT-Gruppe belaufen sich aktuell auf insgesamt 6,1 Mio. Euro. Umgerechnet auf den Aktienbestand entspricht dieses Volumen einem Wert von 54 Cent pro Aktie. Den Angaben des Unternehmens zufolge ist derzeit bereits etwa die Hälfte dieses Gesamtbetrags überfällig.
Aufschlüsselung der ausstehenden Forderungen
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Die Zusammensetzung der Forderungen ist vielschichtig. Den größten Posten bildet das genannte Darlehen über 4,2 Mio. Euro, dessen Laufzeit nun zur Disposition steht. Hinzu kommen sonstige Forderungen in Höhe von 0,5 Mio. Euro sowie verauslagte Kosten, die sich auf 1,4 Mio. Euro belaufen.
Die rechtliche Position der German Tech Holding hat sich in den vergangenen Monaten offenbar gefestigt. Das Unternehmen verwies darauf, in den bisherigen gerichtlichen Auseinandersetzungen bereits fünf Erfolge erzielt zu haben. Diese juristischen Weichenstellungen bilden die Grundlage für die Erwartung, dass die Streitigkeiten nun in eine finale Phase der Abwicklung übergehen könnten.
Abhängigkeit vom Exit-Szenario bei Utimaco
Trotz der erzielten Fortschritte und der Bereitschaft zu Kompromissen bleibt die tatsächliche Realisierung der Zahlungen an externe Faktoren gekoppelt. Die Zahlungsfähigkeit der SGT-Gruppe im Hinblick auf die Forderungen der GTH hängt maßgeblich von einem erfolgreichen sogenannten Utimaco-Exit ab.
Bei der German Tech Holding sind bereits die Hälfte der 6,1 Mio. Euro Forderungen überfällig. Anleger sollten die Abhängigkeit vom Exit-Szenario genau kennen. Unser Leitfaden analysiert Exit-Szenarien und zeigt, worauf es bei der Rückzahlung ankommt. Exit-Risiko-Analyse jetzt kostenlos erhalten
Erst durch diesen geplanten Ausstieg und den damit verbundenen Liquiditätszufluss scheint die vollständige Begleichung der ausstehenden 6,1 Mio. Euro gesichert.
Die GTH verfolgt mit der angebotenen Fristverlängerung für das Darlehen das Ziel, den Druck in den Verhandlungen so zu steuern, dass eine geordnete Rückführung der Mittel möglich bleibt, während gleichzeitig die rechtlichen Ansprüche gewahrt werden. Experten werten die Ankündigung von Zahlungseingängen noch für das Kalenderjahr 2026 als Zeichen für ein fortgeschrittenes Stadium der Verhandlungen.
