Gesundheitsmanagement, Milliarden

Gesundheitsmanagement: 30,5 Milliarden Euro Sparpotenzial für deutsche Wirtschaft

18.06.2026 - 07:20:31 | boerse-global.de

Systematisches Gesundheitsmanagement könnte laut BSI-Studie jährlich 30,5 Milliarden Euro einsparen. Vertrauenskultur senkt Fehlzeiten und Kündigungsrate.

BSI-Studie: Gesundheitsmanagement spart Wirtschaft Milliarden
Gesundheitsmanagement - Ein abstraktes Bild, das ein 30,5 Milliarden Euro Sparpotenzial für die deutsche Wirtschaft durch Gesundheitsmanagement darstellt. 18.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Vertrauen ist der Schlüssel: Ein systematisches Gesundheitsmanagement könnte der deutschen Wirtschaft jährlich 30,5 Milliarden Euro sparen. Das zeigt die aktuelle BSI-Studie, die Mitte Juni vorgestellt wurde.

Entscheidend ist die Vertrauenskultur im Unternehmen. Sie senkt nicht nur Fehlzeiten und Präsentismus – also das Arbeiten trotz Krankheit. Auch die Kündigungsrate sinkt bei einer stabilen Vertrauensbasis deutlich.

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Psychische Belastungen in kleinen Betrieben

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat am 17. Juni ihren KMU-Survey veröffentlicht. Für die repräsentative Studie wurden 3.094 kleine und mittlere Unternehmen befragt. Die vollständigen Daten sollen im ersten Quartal 2027 vorliegen.

Bereits im Herbst 2025 erschien das Fachbuch „Gesunde Arbeit, starker Betrieb“. 42 Autoren aus Wissenschaft und Praxis analysieren darin moderne BGM-Konzepte – mit Fokus auf psychische Herausforderungen am Arbeitsplatz.

Flexiblere Arbeitszeiten als Erfolgsfaktor

Der Trend zu flexiblen Arbeitsmodellen setzt sich fort. Laut IWAK-Reports Hessen 2024 stieg der Anteil der Betriebe mit Arbeitszeitkonten auf 52 Prozent. Mobiles Arbeiten ermöglichen inzwischen 34 Prozent der Betriebe – ein Plus von 12 Prozentpunkten seit 2018.

Ein extremes Beispiel liefert das Unternehmen Lumen SEO aus Cardiff. Nach der Umstellung auf ein flexibles 32-Stunden-Modell 2025 stieg der Umsatz um 80 Prozent. Die Firma setzt zudem auf Gesundheitscoachings und ergebnisorientierte Arbeit.

Im Emsland nutzen Betriebe wie das Vitus Werk Meppen Lebensarbeitszeitkonten. Die Modelle sollen die Lebensqualität erhöhen und die Fluktuation senken.

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Inklusion und regionale Initiativen

Seit dem 17. Juni können sich Betriebe im Wetteraukreis um den Titel „Teilhabe-Champion“ bewerben. Voraussetzung: Sie beschäftigen mindestens einen Menschen mit Schwerbehinderung.

In Oberösterreich veranstaltete Kellner & Kunz am 16. Juni einen Aktionstag zu Vielfalt und Gesundheit. Das BGM-Konzept umfasst mentale Gesundheitsplattformen, betriebseigene Kinderbetreuung und eine Betriebsküche. Ziel ist das Gütesiegel für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF).

Die Deutsche Rentenversicherung unterstützt Unternehmen mit Präventionsleistungen zu Bewegung, Ernährung und Stressbewältigung. So soll die Leistungsfähigkeit der Belegschaften langfristig gesichert werden.

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