Lauterbach rÀumt Fehler bei Intensivbettenversorgung ein
20.09.2024 - 13:12:46 | dpa.deDie Mahnung des Bundesrechnungshofs, der eine sinkende Zahl vorhandener Intensivbetten kritisierte, sei "halb richtig und halb falsch", sagte der SPD-Politiker im Deutschlandfunk.
"Richtig ist, wir haben damals den Fehler gemacht, dass man gedacht hat, indem man einfach ein paar Betten hinstellt und BeatmungsgerĂ€te kauft, hat man schon ein zusĂ€tzliches neues betreibbares Intensivbett." Das sei aber nicht der Fall, weil der Flaschenhals fĂŒr Intensivbetten fachspezifisches Personal sei.
Lauterbach: Gehen Pflegepersonal-Mangel an
Nicht richtig an der Kritik des Rechnungshofs sei, dass man das Problem in diesem Bereich sehr wohl klar analysiert habe und derzeit in den Aufbau von PflegekrĂ€ften investiere. "Das heiĂt, wir haben Gesetze gemacht, die es wahrscheinlicher machen, dass wir demnĂ€chst mehr PflegekrĂ€fte in der Intensivmedizin haben."
Man arbeite auch in anderer Hinsicht daran, dass etwa Impfstoffe durch BereitschaftsvertrĂ€ge schneller produziert wĂŒrden. Auch der Nationale Pandemieplan sei schon verbessert worden.
Der Bundesrechnungshof hatte in einem Brief an den Haushaltsausschuss des Bundestags kritisiert, dass Deutschland nicht ausreichend auf kĂŒnftige Pandemien vorbereitet sei. Laut Rechnungshof hĂ€tten Mittel, die zum Aufbau von Intensivbetten an die BundeslĂ€nder ausgeschĂŒttet wurden, "rechnerisch zu einem KapazitĂ€tszuwachs von etwa 13.700 Intensivbetten fĂŒhren mĂŒssen". Seit Oktober 2020 sinke die Zahl der betriebsbereiten und kurzfristig einsetzbaren Betten jedoch aufgrund von mangelndem Pflegepersonal.
Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
