Gesundheitspreis 2026: 255.000 Beschäftigte profitieren von Betriebsförderung
Veröffentlicht: 03.06.2026 um 06:23 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Bei der 24. Auflage in der Grazer Seifenfabrik wurden Unternehmen aus verschiedenen Branchen für ihre Initiativen zum Wohlbefinden am Arbeitsplatz ausgezeichnet.
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Von der Polizei bis zum Krankenhaus
Zu den Preisträgern zählen das Bezirkspolizeikommando Murtal, die Sparkasse Pöllau AG und das Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz. Auch das Thermenhotel Franz Stoiser und das Krankenhaus der Elisabethinen erhielten Auszeichnungen. Einen Sonderpreis vergab die Fachgruppe der Sport- und Freizeitbetriebe an die FH Joanneum.
„Gesunde Mitarbeiter sind eine grundlegende Voraussetzung für den nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg von Betrieben“, betonten Vertreter der Wirtschaftskammer. Investitionen in die betriebliche Gesundheitsförderung verbesserten nicht nur das Arbeitsklima, sondern sicherten langfristig die Leistungsfähigkeit der Belegschaft.
850 Projekte seit 2002
Seit der Einführung des Preises im Jahr 2002 hat sich die Initiative zu einem zentralen Element der regionalen Wirtschaftsförderung entwickelt. Insgesamt wurden rund 850 Projekte eingereicht. Von den umgesetzten Maßnahmen profitierten bisher etwa 255.000 Beschäftigte in der Steiermark.
Die Ehrungen nahmen unter anderem Martina Auerbäck (Sparkasse Pöllau), Isabella Stoiser (Thermenhotel Stoiser) und Dagmar Wendler (FH Joanneum) entgegen. Weitere Auszeichnungen gingen an Edwin Aigner (Bezirkspolizeikommando Murtal), Michaela Drexel (Krankenhaus der Elisabethinen) und Michaela Reinbacher (Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz).
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Gesundheit auf der politischen Agenda
Die Auszeichnungen fallen in eine Zeit, in der das Thema Gesundheit in der Region verstärkt im Fokus steht. Für den Sommer 2026 sind Pilotprojekte für ein populationsbezogenes Darmkrebs-Screening in der Steiermark und Wien geplant. Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) bereitet die Maßnahmen vor, die als Grundlage für ein bundesweites Früherkennungsprogramm dienen sollen.
Parallel dazu wird über strukturelle Reformen im Gesundheitswesen diskutiert. Der steirische SPÖ-Vorsitzende Max Lercher sprach sich Anfang Juni für eine Evaluierung der ÖGK aus. Er brachte eine mögliche Rückkehr zu regionalen Länderkassen sowie die Schaffung von Bundesspitälern für spezialisierte Leistungen ins Gespräch, um die Versorgungssicherheit trotz drohender Defizite zu gewährleisten.
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