ROUNDUPTrump, KremlunterhÀndler

Habe KremlunterhÀndler Dmitrijew getroffen

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 06:35 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
US-PrÀsident Donald Trump hat sich nach eigenen Angaben mit KremlunterhÀndler Kirill Dmitrijew in Washington getroffen.

Das sagte er auf eine entsprechende Frage einer Reporterin im Weißen Haus. Details zu den GesprĂ€chsinhalten nannte er nicht, legte aber nahe, dass es ein Abkommen zum Ukraine-Krieg geben werde. "Es wird ein großes Abkommen sein", betonte er. "Es wird mehr als nur die Ukraine betreffen, und ich könnte sogar sagen, dass es ganz Europa betreffen könnte." Alle wĂŒrden begeistert sein, behauptete er. Mit Vertretern der Ukraine, die ebenfalls nach Washington gereist waren, traf sich Trump nach eigenen Angaben nicht.

Trumps Schwiegersohn Jared Kushner informierte auf der Plattform X unterdessen ĂŒber GesprĂ€che, die die USA am Donnerstag in BrĂŒssel mit Vertretern der Ukraine, der Nato und europĂ€ischen Partnern gefĂŒhrt hatten. Dabei sei es um zwei Themen gegangen, die er als Grundlagen fĂŒr einen dauerhaften Frieden bezeichnete: "Sicherheitsgarantien fĂŒr die Ukraine und eine umfassendere europĂ€ische Sicherheitsarchitektur". Genauere Angaben dazu machte auch er nicht. Ziel sei es, den Sicherheitsbedenken aller Seiten durch Vereinbarungen Rechnung zu tragen, die das Risiko kĂŒnftiger Konflikte verringerten, schrieb Kushner. Aus BrĂŒssel gab es zunĂ€chst keine offiziellen Angaben zu den GesprĂ€chen am Donnerstag.

Kushner verwies in seiner Mitteilung auch auf die ersten dreiseitigen GesprĂ€che zwischen Vertretern aus Kiew, Moskau und Washington seit Monaten, die kommende Woche in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, geplant sind. Man habe mit den beiden anderen Seiten daran gearbeitet, fundierte VorschlĂ€ge zu erarbeiten, um möglichst produktive GesprĂ€che zu fĂŒhren, betonte er. In dem Dreierformat USA, Russland und Ukraine hatte es zuletzt im Februar in Genf Verhandlungen gegeben, davor zweimal in Abu Dhabi.

USA sehen sich als Vermittler im Ukraine-Krieg

Die USA verstehen sich unter PrĂ€sident Donald Trump als Vermittler in dem seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Einen Durchbruch konnte Trump bislang allerdings nicht vorweisen. Er hatte zuletzt auch im eigenen Land mit einer AnnĂ€herung an Russland fĂŒr Kritik gesorgt.

First Lady Melania Trump hatte am Donnerstag sowohl den Putin-Vertrauten Dmitrijew im Weißen Haus empfangen als auch Vertreter der ukrainischen Seite: den Fraktionschef der PrĂ€sidentenpartei, David Arachamija, und den Menschenrechtsbeauftragten Dmytro Lubinez. Thema war die begrenzte Waffenruhe in der russisch besetzten Frontstadt Oleschky, die die First Lady nach Angaben des Weißen Hauses vermittelt hatte. Die Feuerpause hatte vergangene Woche von Dienstag bis Sonntagabend gegolten - Russland und die Ukraine hatten sich dafĂŒr mehrfach bei der First Lady bedankt.

Disclaimer...
de | wirtschaft | 70467775 |