Heizungsförderung, KfW

Heizungsförderung: KfW senkt maximale Kosten auf 28.000 Euro

Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 18:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de

KfW senkt förderfĂ€hige Kosten fĂŒr Heizungstausch. Steigende Immobilienpreise und Grundsteuer belasten EigentĂŒmer zusĂ€tzlich.

Heizungsförderung 2026: Neue KfW-Regeln und Steuertipps
Modernes Wohnhaus mit WĂ€rmepumpe und Solaranlage als Symbol fĂŒr energetische Sanierung und steuerliche Förderung. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Seit dem 21. Juli 2026 gelten neue Regeln fĂŒr die staatliche Förderung von Heizungsmodernisierungen. Die KfW hat die maximal förderfĂ€higen Kosten von 30.000 auf 28.000 Euro gesenkt. Die Grundförderung bleibt bei 30 Prozent.

Wer bekommt wie viel Bonus?

Der Einkommensbonus staffelt sich nach dem Haushaltseinkommen. Bis 30.000 Euro gibt es 40 Prozent Bonus. Zwischen 30.000 und 40.000 Euro sind es 30 Prozent, bis 50.000 Euro noch 10 Prozent. DarĂŒber entfĂ€llt der Bonus. Pro Kind können 10.000 Euro vom Einkommen abgezogen werden. Ab 2027 kommt ein EU-Produktionsbonus von bis zu 15 Prozent hinzu.

Steuervorteile clever nutzen

Immobilienbesitzer können bis zu 5.200 Euro jÀhrlich direkt von der Steuerschuld abziehen. Davon entfallen 1.200 Euro auf Handwerkerleistungen (20 Prozent von maximal 6.000 Euro Arbeitskosten) und 4.000 Euro auf haushaltsnahe Dienstleistungen.

FĂŒr energetische Sanierungen selbstgenutzten Wohneigentums sind bis zu 40.000 Euro Bonus ĂŒber drei Jahre möglich. Photovoltaikanlagen bis 30 kWp bleiben steuerfrei. Vermieter profitieren seit 2023 von einer erhöhten Absetzung fĂŒr Abnutzung (AfA) von 3 Prozent.

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Preise steigen, Kommunen erhöhen Grundsteuer

Die steuerlichen Entlastungen stehen gegen steigende Preise. Bestandswohnungen verteuerten sich im zweiten Quartal 2026 um 6,8 Prozent auf durchschnittlich 3.226 Euro pro Quadratmeter. Neubauten legten moderat um 0,8 Prozent auf 5.171 Euro zu. Trotz geopolitischer Unsicherheiten stieg der bayerische Immobilienumsatz im ersten Halbjahr 2026 auf 28,3 Milliarden Euro – ein Plus von 6 Prozent.

Viele Kommunen erhöhen parallel die Grundsteuer B. In Hessen hoben 156 Gemeinden den Hebesatz an – im Schnitt um 51 Punkte auf 549 Prozent. Spitzenwerte erreichen bis zu 1.600 Prozent. Die Pro-Kopf-Belastung liegt dort bei durchschnittlich 259 Euro, kann aber auf ĂŒber 600 Euro steigen.

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KI hilft bei der SteuererklÀrung

Softwareanbieter setzen verstĂ€rkt auf KĂŒnstliche Intelligenz. Tools wie SteuerGPT beantworten steuerrechtliche Fragen in Alltagssprache und helfen bei der Einordnung von Fachbegriffen oder der Verbuchung von Handwerkerkosten.

Experten betonen dennoch: Die Belegvorhaltepflicht gilt seit 2015. Quittungen mĂŒssen nicht eingereicht, aber fĂŒr RĂŒckfragen aufbewahrt werden. Bei Spenden, Steuerbescheinigungen oder grĂ¶ĂŸeren Handwerkerzahlungen empfiehlt sich die proaktive Einreichung.

Deutschland bleibt Steuer-Hochburg

Im internationalen Vergleich liegt die Belastung in Deutschland weiterhin hoch. Mit 30,13 Prozent Unternehmenssteuer belegt Deutschland den zweithöchsten Wert innerhalb der OECD. Der Steuer- und Abgabenkeil betrÀgt 49,3 Prozent. Die Bundesregierung strebt eine Senkung auf rund 25 Prozent bis 2032 an.

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