Heizungsgesetz: Hydraulischer Abgleich jetzt Pflicht für Eigenheime
14.06.2026 - 02:36:18 | boerse-global.de
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) schreibt künftig verpflichtende Heizungsprüfungen und einen hydraulischen Abgleich vor. Ziel: Bestehende Anlagen sollen effizienter laufen und weniger Ressourcen verbrauchen.
Strengere Ziele beim Energieverbrauch
Die neuen Pflichten sind Teil einer größeren Strategie. Das Bundeswirtschaftsministerium treibt das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) voran. Es sieht vor, den Endenergieverbrauch bis 2030 um 27 Prozent zu senken – verglichen mit 2008. Bis 2045 sind sogar 45 Prozent das Ziel. Eine ursprünglich geplante jährliche Meldepflicht aus Paragraph 15 wurde während der parlamentarischen Beratung gestrichen.
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Auf europäischer Ebene kommt zusätzlich der Emissionshandel für Gebäude und Verkehr. Das System ETS2 soll 2028 starten. Um Verbraucher zu entlasten, wurde ein Preispuffer vereinbart. Experten rechnen bis 2030 mit einem CO?-Preis zwischen 45 und 75 Euro pro Tonne.
Technikbranche reagiert mit neuen Lösungen
Die Industrie stellt sich auf die verschärften Anforderungen ein. ABB und Samsung vernetzen ihre Smart-Building-Plattformen, um die Effizienz zu steigern. Stiebel Eltron brachte Mitte Juni eine neue Luft-Wasser-Wärmepumpe auf den Markt. KALDEWEI setzt verstärkt auf zertifizierte Kreislauflösungen.
Auch bei Wasserqualität und Anlagenschutz gibt es Neuerungen. Grünbeck führt eine neue Generation von Enthärtungsanlagen sowie spezifische PFAS-Filter ein. Diese Techniken unterstützen die geforderten Optimierungen an der Heizungsinfrastruktur.
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Kleine Temperaturänderung, große Wirkung
Der hydraulische Abgleich ist das zentrale Instrument. Er verteilt die Wärmeströme optimal im System und minimiert Energieverluste. Ergänzende Maßnahmen wie Entlüften der Heizkörper, Dämmen von Rohrleitungen und bedarfsgerechte Raumtemperatursteuerung senken die Kosten zusätzlich. Branchenanalysen zeigen: Bereits ein Grad weniger Raumtemperatur reduziert die Heizenergiekosten um rund sechs Prozent.
Während der Gebäudesektor strengere Vorgaben bekommt, bleibt der kommunale Verkehr von bestimmten Effizienzauflagen ausgenommen. Parallel dazu wächst die Infrastruktur für erneuerbare Energien. Im Juni wurde in Sahms der Grundstein für ein neues Energiedrehkreuz gelegt, das überregionale Stromnetze verbinden soll.
