Herzogenaurach und Höchstadt: 138 Euro Mietunterschied im Monat
Veröffentlicht am: 08.11.2026 um 11:02 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie Wohnkosten in Herzogenaurach haben im Jahresvergleich spürbar angezogen. Wie aus einer aktuellen Marktanalyse hervorgeht, über die nn.de am 8. November 2026 berichtete, lag die durchschnittliche Nettokaltmiete im zweiten Quartal 2026 bei 11,19 Euro pro Quadratmeter. Dies geht aus Daten des Immobilienportals Immobilienscout24 hervor.
Im Vorjahresquartal hatte der Wert noch bei 10,67 Euro gelegen, was einem Anstieg von 4,9 Prozent innerhalb eines Jahres entspricht. Die ermittelte Preisspanne auf dem lokalen Markt erstreckt sich dabei von 9,36 bis 15,65 Euro pro Quadratmeter. Für eine Wohnung mit 70 Quadratmetern Wohnfläche ergibt sich daraus eine rechnerische Kaltmiete von rund 783 Euro im Monat.
Erhebliche Spanne zwischen den Stadtteilen
Dass das Preisniveau im Stadtgebiet weiterhin hoch bleibt, belegen auch ergänzende Zahlen des Portals Immowelt aus dem Oktober 2026. Für das gesamte Stadtgebiet von Herzogenaurach weist diese Erhebung einen durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 11,44 Euro aus.
Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Wohnlagen. Zu den teuersten Gebieten zählte im Oktober 2026 Haundorf mit 11,41 Euro pro Quadratmeter, dicht gefolgt von Niederndorf mit 11,40 Euro. In Hauptendorf und Beutelsdorf lag das Mietniveau bei jeweils 11,24 Euro pro Quadratmeter, während für das Wohngebiet Herzo Base durchschnittlich 11,07 Euro aufgerufen wurden.
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Deutlich moderater gestalteten sich die Werte in anderen Außenlagen. In Hammerbach belief sich der Mietpreis auf 10,16 Euro und in Zweifelsheim auf 10,08 Euro pro Quadratmeter. Die günstigsten ausgewiesenen Lagen im Stadtgebiet waren Dondörflein und Steinbach, wo der Quadratmeter jeweils für 8,61 Euro vermietet wurde.
Qualifizierter Mietspiegel und deutliche Unterschiede im Umland
Parallel zur Marktentwicklung trat in Herzogenaurach eine neue Richtschnur für Bestands- und Neuverträge in Kraft: Seit dem 1. Oktober 2026 gilt in der Stadt ein qualifizierter Mietspiegel, in dessen Rahmen die Mietwerte um 5 Prozent angehoben wurden.
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Im regionalen Umfeld hebt sich das Preisniveau der mittelfränkischen Stadt deutlich von Nachbargemeinden ab. Der Vergleich mit dem nahegelegenen Höchstadt an der Aisch verdeutlicht die Differenz: Laut Daten von Immobilienscout24 liegt die durchschnittliche Kaltmiete in Höchstadt bei 9,22 Euro pro Quadratmeter. Das entspricht einem Abstand von 1,97 Euro pro Quadratmeter oder rund 21 Prozent gegenüber Herzogenaurach.
Für Mieter schlägt sich dieses Gefälle unmittelbar im Haushaltsbudget nieder. Eine 70-Quadratmeter-Wohnung schlägt in Höchstadt im Schnitt mit rund 645 Euro monatlich zu Buche. Gegenüber Herzogenaurach bedeutet dies eine Ersparnis von rund 138 Euro pro Monat beziehungsweise rund 1.656 Euro im Jahr.
