Hitze, Arbeitsplatz

Hitze am Arbeitsplatz: Krankmeldungen steigen um 10,8 Prozent

Veröffentlicht am: 03.06.2026 um 17:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

mac brand spaces erhĂ€lt TÜV-Gold fĂŒr Betriebliches Gesundheitsmanagement. Der Artikel beleuchtet zudem Longevity-Trends, Gesundheits-Apps und Digitalisierung im Praxisalltag.

Hitze am Arbeitsplatz: Krankmeldungen steigen um 10,8 Prozent Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de
Hitze am Arbeitsplatz: Krankmeldungen steigen um 10,8 Prozent Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Das Unternehmen mac brand spaces aus Langenlonsheim erhielt Anfang Juni 2026 erstmals das TÜV-Siegel in Gold samt Zertifikat „Qualifiziertes Gesundheitsmanagement – gesundes Unternehmen Gold“. Die Auszeichnung, vorgeschlagen von der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland, deckt Maßnahmen fĂŒr rund 285 Mitarbeitende ab. Der Betrieb durchlief zuvor die Bronze- und Silber-Stufen – die Rezertifizierung erfolgt alle zwei Jahre.

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Longevity: Der neue Gesundheits-Boom

WĂ€hrend Firmen ihre internen Strukturen aufpolieren, boxt sich das Thema Langlebigkeit in den Markt. Deutschland hinkt bei Longevity-Investitionen zwar vier bis fĂŒnf Jahre hinter den USA hinterher – doch das Bewusstsein wĂ€chst. Der Better Health Report 2025 zeigt: 77 Prozent der Deutschen haben ein gestĂ€rktes PrĂ€ventionsbewusstsein.

Das merkt man auch am Geldbeutel. Fast die HĂ€lfte der europĂ€ischen Verbraucher gibt monatlich ĂŒber 20 Euro fĂŒr Longevity-Produkte aus. Davon profitieren Firmen wie der Wearable-Hersteller Oura, dessen Marktwert bei rund 1,1 Milliarden US-Dollar liegt. Komplette Gesundheitschecks kosten zwischen 1.900 und 17.000 Euro – je nach Umfang.

Apps erobern den Praxisalltag

Digitale Helfer halten Einzug in die Gesundheitsversorgung. Der IT-Dienstleister adesso grĂŒndete im FrĂŒhjahr die MediOne GmbH. Ziel: ein sicheres Kommunikationsnetzwerk fĂŒrs Gesundheitswesen. Neben einer Smartphone-App gibt es ein Admin-Cockpit – das soll Stoßzeiten in Praxen reduzieren.

Auch bei chronischen Schmerzen helfen Apps. Die HELP-App der Hamburger HELP Mee Schmerztherapie GmbH bietet ein 90-tÀgiges Programm. Rund 17 Millionen Deutsche leiden unter chronischen Schmerzen. Die App ist ein CE-gekennzeichnetes Medizinprodukt und wird von einigen Krankenkassen bereits erstattet. Die Entwickler streben die Aufnahme ins DiGA-Verzeichnis an.

Digitalisierung als Effizienz-Booster

Ohne digitale Verwaltung lĂ€uft nichts mehr. Die CompuGroup Medical (CGM) steigerte ihren Umsatz 2025 auf 1,213 Milliarden Euro und setzt verstĂ€rkt auf Cloud und KI. FĂŒr 2026 prognostiziert das Unternehmen weiteres Wachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich.

Der klassische „gelbe Schein“ ist fast Geschichte: Die elektronische ArbeitsunfĂ€higkeitsbescheinigung (eAU) hat ihn 2026 weitgehend ersetzt. Arbeitgeber rufen die Daten digital bei den Krankenkassen ab – die Diagnose bleibt unsichtbar. FĂŒr rund 8,7 Millionen Privatversicherte gilt das Verfahren im Sommer 2026 allerdings noch nicht flĂ€chendeckend.

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Hitzewellen treiben Krankmeldungen

Klimafaktoren machen betriebliche Gesundheitsstrategien umso dringlicher. Eine Analyse des Potsdam-Instituts fĂŒr Klimafolgenforschung (PIK) auf Basis von AOK-Daten zeigt: An Hitzetagen ĂŒber 30 Grad steigen Krankmeldungen um 3,5 Prozent. Nach einer siebentĂ€gigen Hitzeperiode sind es 10,8 Prozent. Eine dreitĂ€gige Hitzewelle verursacht Zusatzkosten von rund 32 Millionen Euro fĂŒr Lohnfortzahlung – besonders betroffen: Transport, Logistik und Bau.

Anfang Juni 2026 findet in Berlin erstmals das Investival „bio:cap“ statt. Es bringt Forschung, Start-ups und Investoren zusammen, um Life-Sciences und KI-Innovationen schneller in die Praxis zu bringen. Ein Beispiel: die Partnerschaft zwischen HTEC und Xsolis, die administrative Entscheidungen im Gesundheitswesen durch agentische KI automatisieren will.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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