Hitzetage, Hitzetag

Hitzetage: Ein Hitzetag kostet die deutsche Wirtschaft 431 Mio. Euro

Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 09:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Extreme Temperaturen verursachen Milliardenkosten und mehr Arbeitsunfälle. Die DGUV fordert mehr Hitzeschutz als Wirtschaftsfaktor.

Hitzetage kosten deutsche Wirtschaft 431 Mio. Euro pro Tag
Bauarbeiter in Warnkleidung suchen bei starker Hitze im Schatten Schutz auf einer Baustelle. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat am 19. August 2026 auf die massiven finanziellen Auswirkungen extremer Wetterereignisse auf die deutsche Wirtschaft aufmerksam gemacht.

Grundlage der Analyse ist eine Berechnung des Forschungsinstituts Prognos, die im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums erstellt wurde. Demnach verursacht ein einziger Hitzetag mit Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius volkswirtschaftliche Kosten in Höhe von 431 Mio. Euro.

Signifikanter Anstieg der Unfallzahlen bei Extremtemperaturen

Neben den rein rechnerischen Kosten pro Tag verdeutlichen die Daten der DGUV einen direkten Zusammenhang zwischen steigenden Temperaturen und der Sicherheit am Arbeitsplatz. Den Angaben zufolge nimmt die Zahl der Arbeitsunfälle ab einer Marke von 30 Grad Celsius um 8 Prozent zu.

Noch deutlicher ist der Effekt bei den sogenannten Wegeunfällen, also Unfällen auf dem Weg zur oder von der Arbeitsstätte: Hier verzeichnet die gesetzliche Unfallversicherung an Hitzetagen ein Plus von 17 Prozent.

Die statistischen Auswertungen belegen zudem die langfristige Belastung für den Arbeitsmarkt. Allein im Jahr 2023 gingen der deutschen Wirtschaft durch hitzebedingte Einschränkungen insgesamt 37 Mio. Arbeitsstunden verloren. Dieser Produktivitätsverlust resultiert unter anderem aus gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Arbeitnehmer und notwendigen Anpassungen der Arbeitsabläufe bei extremer Wärme.

Prävention als entscheidender Wirtschaftsfaktor für Unternehmen

Angesichts der klimatischen Entwicklung gewinnt der Hitzeschutz in Betrieben zunehmend an Bedeutung. Wie aus den am 19. August 2026 veröffentlichten Informationen hervorgeht, hat sich die Anzahl der heißen Tage mit Temperaturen von mindestens 30 Grad Celsius seit den 1950er-Jahren verdreifacht. Damit steigt für Arbeitgeber die Wahrscheinlichkeit, regelmäßig mit hitzebedingten Ausfällen konfrontiert zu werden.

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Stefan Fasshauer, Hauptgeschäftsführer der DGUV, bezeichnete den Bereich der Prävention in diesem Zusammenhang als einen wesentlichen Wirtschaftsfaktor. Da Hitzewellen nicht mehr als seltene Ausnahmeereignisse, sondern als wiederkehrende Belastung einzustufen seien, gewinne der betriebliche Gesundheitsschutz eine neue ökonomische Dimension.

Die DGUV verwies explizit auf die wirtschaftlichen Auswirkungen, die Hitzetage für Arbeitgeber mit sich bringen, wenn keine ausreichenden Schutzmaßnahmen ergriffen werden.

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Hintergrund der Datenerhebung

Die Veröffentlichung der Zahlen erfolgte über eine Meldung der dpa-AFX am 19. August 2026 und stützt sich auf aktuelle Erhebungen, die die Auswirkungen der Erderwärmung auf die Arbeitswelt untersuchen.

Die Studie von Prognos macht deutlich, dass die Kosten für die deutsche Wirtschaft nicht nur durch Sachschäden oder Produktionsstopps entstehen, sondern maßgeblich durch die Beeinträchtigung der menschlichen Arbeitskraft und die erhöhte Unfallgefahr an Tagen mit extremer thermischer Belastung getrieben werden.

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