Hövelhof, Inklusives

Hövelhof: Inklusives Wohnprojekt an der Bahnhofstraße nutzt erstmals den Bauturbo

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 13:25 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein Ausschuss billigte einstimmig das Konzept für ein Wohnhaus mit frei finanzierten Wohnungen und einer Wohngemeinschaft für Menschen mit Behinderungen.
Ein minimalistisches Architekturmodell eines modernen Mehrparteienhauses auf einer neutralen Fläche. Illustration mit AI erstellt.

In der ostwestfälischen Gemeinde Hövelhof schreiten die Pläne für ein inklusives Wohnvorhaben voran. Der Bau- und Umweltausschuss der Kommune hat am Dienstagabend das Planungskonzept des Spar- und Bauvereins Paderborn einstimmig angenommen. Das Projekt soll an der Bahnhofstraße 16–18 verwirklicht werden und verbindet gemeinschaftliches Wohnen für Personen mit Unterstützungsbedarf mit dem allgemeinen Wohnungsmarkt.

Mehrparteienhaus mit integrierter Wohngemeinschaft

Nach den Plänen der Wohnungsbaugenossenschaft ist auf dem Areal die Errichtung eines Mehrparteienhauses vorgesehen. Kern des Konzepts ist eine Kombination unterschiedlicher Wohnformen unter einem Dach: Neben frei finanzierten Wohnungen soll das Gebäude eine spezialisierte Wohngemeinschaft für Menschen mit Behinderungen beherbergen.

Für die Umsetzung dieses integrativen Ansatzes arbeitet der Spar- und Bauverein Paderborn eng mit der Lebenshilfe Paderborn zusammen, die als Kooperationspartnerin in das Vorhaben eingebunden ist.

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Ziel des gemeinsamen Konzeptes ist es, Menschen mit Behinderungen ein selbstbestimmtes Leben im gewohnten Umfeld zu ermöglichen und zugleich zusätzlichen Wohnraum in zentraler Ortslage bereitzustellen. Durch die Einbindung von frei finanzierten Einheiten soll ein gemischtes Quartier entstehen, das den Austausch zwischen den unterschiedlichen Bewohnergruppen fördert.

Erstmaliger Einsatz des gesetzlichen Bauturbos

Um das Vorhaben realisieren zu können, muss die Gemeinde planerisches Neuland betreten. Da die baulichen Entwürfe vom derzeit rechtskräftigen Bebauungsplan abweichen, plant die Gemeinde Hövelhof, für das Vorhaben erstmals den sogenannten Bauturbo zur Anwendung zu bringen. Dieses gesetzliche Instrument ermöglicht es Kommunen, wohnungswirtschaftliche Bauprojekte auch bei Abweichungen von bestehenden Festsetzungen beschleunigt auf den Weg zu bringen, ohne langwierige formelle Änderungsverfahren durchlaufen zu müssen.

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Mit dem einstimmigen Votum des Fachausschusses hat die Politik die Weichen für das weitere Verfahren gestellt. Die Genehmigung des Planungskonzepts bildet die Grundlage für die anschließenden baurechtlichen Prüfungen und die weiteren Abstimmungen zwischen der Gemeindeverwaltung, dem Bauträger und der Lebenshilfe Paderborn, bevor mit den eigentlichen Baumaßnahmen an der Bahnhofstraße begonnen werden kann.

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