Holzbau-Standards: 18% Holzfeuchte und neue Optik-Anforderungen ab Mai
Veröffentlicht am: 07.08.2026 um 09:28 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Bausektor startet mit neuen Gesetzen und vollen Terminkalendern in die zweite Jahreshälfte. Der Bundestag verabschiedete das Gebäudemodernisierungsgesetz, der Bundesrat gab grünes Licht für das Infrastruktur-Zukunftsgesetz. Beide Regelungen setzen die Rahmenbedingungen für künftige Bauvorhaben.
Investitionen ja, aber die Umsetzung hakt
Der Bundeshaushalt 2027 soll laut Planungen einen klaren Schwerpunkt auf Investitionen setzen. Doch die Branche bleibt skeptisch: Zwar steigen die Zahlen bei den Baugenehmigungen, doch Vertreter des Baugewerbes warnen, dass dieser Aufwärtstrend vorerst nur auf dem Papier bestehe. Der Wohnungsbau hinke den Erwartungen hinterher, während der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe zuletzt anzog.
Branche trifft sich in Berlin und Sigmaringen
Ende des Jahres steht der Deutsche Baugewerbetag an: Vom 8. bis 9. Dezember treffen sich Branchenvertreter in Berlin. Zuvor messen sich junge Talente vom 6. bis 9. November bei der Deutschen Meisterschaft der Bau-Handwerke in Sigmaringen. Auch das Nationalteam des Baugewerbes geht beim Macherfestival 2026 wieder an den Start – Gelegenheiten, handwerkliche Qualität und technologische Standards zu präsentieren.
Seit Mai gelten im Holzbau strengere Regeln: maximal 18% Holzfeuchte, definierte Optik und neue Anforderungen an Außenwandbekleidungen. Wer jetzt seine Prozesse anpasst, vermeidet spätere Probleme bei Abnahmen. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie die neuen Standards sicher umsetzen. Jetzt kostenlosen Leitfaden anfordern
Neue Standards für Holzbau
Im Holzbau gelten seit dem 1. Mai 2026 aktualisierte Regeln: Holzbau Deutschland und die Überwachungsgemeinschaft Konstruktionsvollholz überarbeiteten ihre Verbändevereinbarung zu KVH®. Die Anforderungen an das Material sind streng: maximal 18 Prozent Holzfeuchte, festgelegte Maßhaltigkeit, definierte Optik und Vorzugsquerschnitte.
Parallel dazu wurden die Fachregeln für Außenwandbekleidungen aus Holz an aktuelle Eurocodes und die DIN 68800 angepasst. Rund 600 Einsprüche flossen in die Überarbeitung ein. Relevant ist sie für Gebäude mit einer Firsthöhe von bis zu 10 Metern.
Die neuen KVH®-Regeln verlangen mehr als nur Trocknung – auch Optik und Maßhaltigkeit sind jetzt entscheidend. Gerade bei Außenwandbekleidungen bis 10 Meter Firsthöhe gibt es viel zu beachten. Mit der richtigen Vorbereitung meistern Sie die Umstellung ohne böse Überraschungen. Leitfaden zu den neuen Standards sichern
Software-Deal abseits der Baustellen
Dynamik gibt es auch bei spezialisierten Dienstleistern: Das Start-up No-Q, eine Ausgründung aus dem Bereich Vertical-Life, übernahm die Mehrheit am Jenaer Gesundheitssoftwareanbieter zollsoft. Das Unternehmen, das über 80 Millionen Termine abwickelte, firmiert künftig als No-Q GmbH mit Sitz in Jena. Die Gründer bleiben mit 12 Prozent beteiligt.
