Homeoffice-Studie, Psychische

Homeoffice-Studie: Psychische Belastung bei Alleinlebenden deutlich höher

09.06.2026 - 11:32:01 | boerse-global.de

Studien belegen psychische Belastung durch Homeoffice bei Alleinlebenden. BĂŒromĂ€rkte spalten sich in Top-Lagen und Randbezirke.

Mobiles Arbeiten: Chancen, Risiken und neue BĂŒrokonzepte im Fokus
Homeoffice-Studie - Ein modernes, leeres BĂŒro mit ergonomischen Möbeln und großen Fenstern, die eine Stadtansicht bei Sonnenuntergang zeigen. 09.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Neue Studien zeigen Chancen und Risiken.

Spitzenmieten steigen, LeerstÀnde wachsen

Die BĂŒroimmobilien in Deutschland erleben eine Zweiteilung. Laut der aktuellen Consensus-BĂŒromarktprognose steigen die Spitzenmieten in Top-Metropolen weiter an. MĂŒnchen erreicht 60 Euro pro Quadratmeter, Frankfurt 56 Euro und Berlin 46,60 Euro.

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Gleichzeitig prognostizieren Experten bis Ende 2027 steigende Leerstandsquoten. In Berlin werden 9,5 Prozent erwartet, in DĂŒsseldorf sogar 12 Prozent. Der Grund: Unternehmen setzen auf hybride Arbeitsmodelle. Das BĂŒro wird weniger zum tĂ€glichen Arbeiten genutzt, sondern dient verstĂ€rkt der Kollaboration und ReprĂ€sentation.

Die Nachfrage konzentriert sich auf hochwertige, zentral gelegene Objekte. Ältere Immobilien in Randlagen haben es zunehmend schwer.

Homeoffice: Segen und Fluch zugleich

Eine großangelegte US-Studie zeigt die Schattenseiten des mobilen Arbeitens. Forscher werteten Daten von ĂŒber 500.000 Personen aus den Jahren 2011 bis 2024 aus. Ergebnis: Homeoffice belastet Alleinlebende psychisch deutlich stĂ€rker. Rund ein Drittel des Anstiegs psychischer Belastungen wĂ€hrend der Pandemie lasse sich durch mobiles Arbeiten erklĂ€ren.

FĂŒr Personen in Familienhaushalten fanden die Forscher keinen vergleichbaren negativen Effekt. Deutsche Fachleute bestĂ€tigen diese Erkenntnisse. Sie bewerten hybride Modelle mit Mischung aus PrĂ€senz und Homeoffice grundsĂ€tzlich positiv.

Der Krankenstand in Deutschland blieb 2025 mit 5,83 Prozent auf hohem Niveau. Besonders alarmierend: Der Anteil psychischer Erkrankungen stieg seit 2016 um mehr als 50 Prozent.

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Kantinensterben und digitale Offensive

Die verĂ€nderte Anwesenheit im BĂŒro trifft die Betriebsgastronomie hart. Der Anteil von Kantinen an den Außer-Haus-Mahlzeiten sank von 16 Prozent (2018) auf 11 Prozent (2024). Besonders freitags brechen die UmsĂ€tze um etwa ein Drittel ein. Betreiber reagieren mit „Ultrafrische“-Konzepten und wandeln Kantinen in multifunktionale BĂŒroflĂ€chen um.

Am 9. Juni 2026 startete mit „Euro-Office“ eine quelloffene, europĂ€ische Alternative zu etablierten Office-Suiten. Das Projekt eines IndustriebĂŒndnisses ist zunĂ€chst als Browser-Version verfĂŒgbar und soll die digitale SouverĂ€nitĂ€t stĂ€rken.

In der IT-Branche verĂ€ndert KĂŒnstliche Intelligenz die Joblandschaft. Erfahrene FachkrĂ€fte sind weiterhin gefragt, doch die Zahl der Stellenanzeigen fĂŒr Junior-Positionen sinkt in mehreren europĂ€ischen LĂ€ndern. EinstiegstĂ€tigkeiten werden zunehmend automatisiert.

Neue Risiken im Metaverse

Mit der Ausweitung der Arbeit ins Metaverse entstehen neue Schutzpflichten. Arbeitgeber mĂŒssen BeschĂ€ftigte vor virtueller sexueller BelĂ€stigung oder Diskriminierung schĂŒtzen. Experten empfehlen klare Verhaltensregeln und technische Schutzmaßnahmen.

Die wirtschaftliche Lage vieler Dienstleister bleibt angespannt. Eine DIHK-Konjunkturumfrage vom FrĂŒhsommer 2026 zeigt: Über 20 Prozent der Unternehmen planen Personalabbau, fast jedes dritte möchte Investitionen kĂŒrzen. WirtschaftsverbĂ€nde fordern daher eine Flexibilisierung der Arbeitszeit – weg von der tĂ€glichen, hin zur wöchentlichen Höchstarbeitszeit.

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