ICT-VertrÀge, Cyberangriffe

ICT-VertrÀge ab Juni: KI und Cyberangriffe neu geregelt

26.06.2026 - 18:57:46 | boerse-global.de

Urteil gegen Polizistin wegen Datenmissbrauchs, neue ICT-VertrĂ€ge mit KI-Klauseln und Bundesgericht stĂ€rkt ZĂŒrichs Wohnschutz.

ZĂŒrichs Polizistin verurteilt: Neue ICT-VertrĂ€ge und Datenschutz-News
ICT-VertrĂ€ge - Ein stilisiertes Bild eines digitalen VorhĂ€ngeschlosses, das ĂŒber einem verschwommenen Bild der Schweizer Alpen liegt, mit subtilen leuchtenden Datenströmen. 26.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Das Urteil ist rechtskrÀftig.

Die Polizistin hatte ihr Diensthandy an eine Person aus ihrem privaten Umfeld weitergegeben. Diese nutzte das GerĂ€t fĂŒr unbefugte Abfragen in polizeilichen Systemen. ZusĂ€tzlich beschaffte die Beamtin private Daten fĂŒr Familienmitglieder und Freunde.

Neben der Geldstrafe und der Übernahme der Verfahrenskosten wurde die Frau fristlos entlassen. Das Urteil zeigt: Compliance-VerstĂ¶ĂŸe bei staatlichen Informationssystemen werden hart bestraft.

Neue ICT-VertrÀge: KI und Cyberangriffe als Standard

Seit dem 25. Juni 2026 gibt es ĂŒberarbeitete ICT-ModellvertrĂ€ge von SwissICT und Swico. Die BranchenverbĂ€nde reagieren damit auf die verĂ€nderte Bedrohungslage.

Erstmals enthalten die Vorlagen spezifische Klauseln zum Einsatz von KĂŒnstlicher Intelligenz. Sie regeln, wie KI-Systeme bei der LeistungserfĂŒllung verwendet werden dĂŒrfen. Auch die Haftung und Mediation wurden angepasst.

Eine wesentliche Neuerung: Cyberangriffe können kĂŒnftig unter bestimmten Voraussetzungen als höhere Gewalt gelten. Das schafft Planungssicherheit. Zudem gibt es Anpassungsklauseln fĂŒr Kostensteigerungen in langfristigen IT-Projekten.

Bundesgericht: ZĂŒrich darf Business-Apartments einschrĂ€nken

Die Stadt ZĂŒrich darf Kurzzeitvermietungen in Wohnzonen kĂŒnftig stĂ€rker begrenzen. Das Bundesgericht wies am 25. Juni 2026 die Beschwerde von vier Unternehmen ab.

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Der Leerwohnungsbestand in ZĂŒrich liegt unter 0,1 Prozent. Die Maßnahme dient dem Schutz vor VerdrĂ€ngung und der BekĂ€mpfung der Wohnungsknappheit. Die Neuregelung tritt im Herbst 2026 in Kraft.

Das Gericht sah keinen Verstoß gegen die Eigentumsgarantie oder die Wirtschaftsfreiheit. Business-Apartments mit einer Mietdauer von weniger als einem Jahr sind kĂŒnftig nicht mehr auf den Pflichtwohnanteil anrechenbar. In bestimmten Zonen liegt dieser Anteil bei bis zu 90 Prozent.

Transparenz und neue Köpfe im Datenschutz

Im Kanton Schaffhausen tritt am 1. Juli 2026 eine neue Transparenzverordnung in Kraft. Anonyme Zuwendungen fĂŒr Kampagnen sind dann auf maximal 1000 Franken pro EmpfĂ€nger begrenzt. FĂŒr die Abstimmung am 29. November 2026 gilt die Offenlegungspflicht bereits ab Anfang Juli.

Ab August 2026 gelten erste Transparenzpflichten des EU AI Act. Das betrifft auch Schweizer Unternehmen, die auf dem europÀischen Markt agieren.

In Deutschland wĂ€hlte der Bundestag am 25. Juni 2026 den Juristen Moritz Hennemann zum neuen Bundesbeauftragten fĂŒr den Datenschutz. Er tritt sein Amt am 1. Oktober 2026 an und gilt als Pragmatiker, der vor einer Überregulierung warnt.

Bank-Skandal: Neue Beweise gegen MBaer-FĂŒhrung

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Die Bedeutung interner Kontrollen zeigt auch der Fall der Bank MBaer. Die Finanzmarktaufsicht schloss das Institut Ende Februar 2026. Mitte Juni 2026 wurde eine Strafanzeige eingereicht.

Grundlage sind Audioaufnahmen aus dem Jahr 2024. Sie deuten auf Konstrukte zur Umgehung von US-Sanktionen hin. Den Beteiligten werden unter anderem GeldwÀscherei und UrkundenfÀlschung vorgeworfen.

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