IFA 2026: Ascentiz zeigt modulare Exoskelett-Plattform für Arbeitsplätze
Veröffentlicht am: 04.09.2026 um 10:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Im Rahmen der IFA 2026 in Berlin hat das Unternehmen Ascentiz am 4. September eine technologische Neuerung im Bereich der Arbeitsergonomie vorgestellt. Auf der Messe, die vom 4. bis zum 8. September stattfindet, präsentiert der Anbieter in Halle 12 an Stand 109 eine nach eigenen Angaben weltweit erste modulare Exoskelett-Plattform.
Das System wurde speziell dafür entwickelt, Arbeitskräfte bei körperlich belastenden beruflichen Tätigkeiten gezielt zu unterstützen und die ergonomischen Bedingungen am Arbeitsplatz zu verbessern.
Flexibilität durch modulares Baukastenprinzip
Der technologische Ansatz von Ascentiz unterscheidet sich von bisherigen Lösungen durch eine hohe Flexibilität in der Anwendung. Die Basis des Systems bildet der sogenannte Exo-Belt. Dieser dient als gemeinsame Plattform für verschiedene, austauschbare Funktionsmodule. Aktuell umfasst das Portfolio zwei spezialisierte Einheiten: das Modul H, das als Hüftantrieb fungiert, sowie das Modul K, das eine Unterstützung für die Kniegelenke bietet.
Diese Module lassen sich je nach den spezifischen Anforderungen der jeweiligen Tätigkeit einsetzen. Für Aufgaben, die eine umfassende Entlastung der unteren Extremitäten erfordern, können die Komponenten zudem zum kombinierten System H+K zusammengeführt werden. Durch diesen modularen Aufbau soll es Unternehmen ermöglicht werden, die Ausrüstung präzise auf die Belastungsprofile ihrer Mitarbeiter abzustimmen.
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Offene Software-Architektur für industrielle Anpassungen
Die Koordination der Hardware-Module erfolgt über die systemeigene Software BodyOS. Diese fungiert als zentrale Steuerungseinheit und stellt sicher, dass die mechanische Unterstützung harmonisch mit den Bewegungen des Nutzers interagiert. Ascentiz verfolgt dabei eine Strategie der Offenheit: BodyOS soll noch im Laufe des Jahres 2026 als Open-Source-Software verfügbar gemacht werden.
Um die Integration in bestehende Arbeitsprozesse und die Entwicklung spezifischer Anwendungen zu fördern, stellt das Unternehmen zudem Werkzeuge für Entwickler bereit. Während auf der IFA bereits ein DevKit gezeigt wird, sollen das entsprechende Software Development Kit (SDK) sowie die API-Schnittstellen ab Mitte November offiziell zur Verfügung stehen.
Preisgestaltung und Markteinführung
Die Kosten für die neuen Exoskelett-Lösungen variieren je nach Funktionsumfang und Leistungsgrad. Für die Hüftunterstützung wurde der Preis für das Modell H Pro auf 1.599 Euro festgesetzt, während die Variante H Ultra für 2.299 Euro angeboten wird.
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Im Bereich der Knieunterstützung belaufen sich die Preise auf 2.399 Euro für das Modell K Pro und 2.999 Euro für das Modell K Ultra. Die kombinierten Komplettsysteme liegen preislich bei 3.599 Euro für die Ausführung H+K Pro beziehungsweise 3.999 Euro für das Spitzenmodell H+K Ultra.
Zusätzlich zur Vorstellung der Preisliste wurden erste Verkaufsaktionen bekannt. So wird für das Modell H Pro ein Preisnachlass von 200 US-Dollar gewährt, wodurch der Preis auf 1.299 US-Dollar sinkt. Durch die Verwendung des Codes ANDROIDA100 lässt sich dieser Betrag um weitere 100 US-Dollar reduzieren.
Hinsichtlich der zeitlichen Planung gab das Unternehmen an, dass Informationen zur genauen Verfügbarkeit der K-Module sowie der kombinierten H+K-Modelle zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden. Fachbesucher können die Systeme während der gesamten Messedauer in Berlin im Einsatz begutachten.
