Ifo-GeschÀftsklima steigt im September auf 89,9 Punkte
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 10:16 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSDie Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland hat sich im September verbessert. Der Ifo-GeschÀftsklimaindex stieg auf 89,9 Punkte, nachdem er im August bei 88,8 Punkten gelegen hatte.
Unternehmen bewerten Lage und Erwartungen besser
Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle GeschÀftslage positiver und blickten zugleich zuversichtlicher auf die kommenden Monate. Der Anstieg verteilt sich jedoch unterschiedlich auf die einzelnen Wirtschaftsbereiche.
Industrie mit besseren Erwartungen
Im Verarbeitenden Gewerbe legte der Index erneut zu. Ausschlaggebend waren deutlich bessere Erwartungen, besonders in der Elektrobranche.
Die aktuelle Lage bewerteten die Industrieunternehmen dagegen etwas schlechter. Mit ihren AuftragsbestÀnden sind sie weiterhin unzufrieden. Die Automobilbranche bewegt sich zudem auf schwierigem Terrain.
Dienstleistungen und Handel erholen sich
Im Dienstleistungssektor drehte das GeschÀftsklima wieder in den positiven Bereich. Die Unternehmen zeigten sich vor allem mit den laufenden GeschÀften zufriedener und korrigierten auch ihre Erwartungen nach oben.
Auch im Handel stieg der Indikator. Sowohl die Bewertung der aktuellen Lage als auch die Erwartungen verbesserten sich. Wegen der steigenden Inflation bleiben die EinzelhĂ€ndler jedoch zurĂŒckhaltend.
Baugewerbe nahezu unverÀndert
Im Bauhauptgewerbe blieb der Index nahezu unverĂ€ndert. Einer etwas besseren EinschĂ€tzung der laufenden GeschĂ€fte standen geringfĂŒgig schlechtere Erwartungen gegenĂŒber.
Der Tiefbau lÀuft weiterhin besser als der Hochbau.
Der Anstieg des Ifo-GeschĂ€ftsklimas signalisiert eine breitere Verbesserung der Unternehmensstimmung. Entscheidend ist, dass sowohl die EinschĂ€tzung der aktuellen Lage als auch die Erwartungen zulegten. Das spricht fĂŒr eine vorsichtige Stabilisierung der konjunkturellen Entwicklung, bedeutet aber noch keinen krĂ€ftigen Aufschwung.
Industrie bleibt der Schwachpunkt
Besonders relevant ist die Entwicklung im Verarbeitenden Gewerbe. Bessere Erwartungen, vor allem in der Elektrobranche, verbessern das Gesamtbild. Gleichzeitig belasten die weiterhin unbefriedigenden AuftragsbestĂ€nde und die schwierige Lage der Automobilbranche die Industrie. Die Erholung bleibt damit ungleichmĂ€Ăig und hĂ€ngt stark davon ab, ob sich die Nachfrage in exportorientierten Branchen tatsĂ€chlich belebt.
Auch die sektorale Verteilung zeigt unterschiedliche Geschwindigkeiten. Dienstleistungen und Handel profitieren von einer besseren laufenden GeschĂ€ftslage, wĂ€hrend die EinzelhĂ€ndler wegen steigender Inflation zurĂŒckhaltend bleiben. Im Bauhauptgewerbe verhindern nahezu unverĂ€nderte Werte eine klare Trendwende; der weiterhin besser laufende Tiefbau steht dem schwĂ€cheren Hochbau gegenĂŒber.
Konjunktureller Ausblick
In den kommenden Monaten wird daher entscheidend sein, ob sich die aufgehellten Erwartungen in Investitionen, AuftragseingĂ€ngen und BeschĂ€ftigung niederschlagen. Eine bessere Stimmung kann die wirtschaftliche Erholung unterstĂŒtzen, ersetzt aber keine anhaltende Nachfrage. FĂŒr Unternehmen und BeschĂ€ftigte bleibt insbesondere die Entwicklung der IndustrieauftrĂ€ge ein wichtiger Gradmesser.
