Immer mehr AntrĂ€ge auf Anerkennung auslĂ€ndischer BerufsabschlĂŒsse
21.02.2024 - 13:03:03 | dpa.deIm Jahr 2022 sei mit rund 49 500 neuen AntrĂ€gen ein jĂ€hrlicher Höchststand erreicht worden, sagte Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) am Mittwoch zur Vorstellung eines neuen Berichtes zu diesem Thema im Kabinett in Berlin. "Der FachkrĂ€ftemangel ist eine der gröĂten Herausforderungen, vor der wir stehen. Umso erfreulicher ist es, dass die Berufsanerkennung so stark nachgefragt wird wie noch nie", sagte sie. Die Gesamtzahl der AntrĂ€ge habe sich seit dem letzten Anerkennungsbericht aus dem Jahr 2019 nahezu verdoppelt.
Seit dem 1. April 2012 gibt es in Deutschland einen Rechtsanspruch auf die ĂberprĂŒfung der auslĂ€ndischen Berufsqualifikation - und zwar unabhĂ€ngig von der jeweiligen Staatsangehörigkeit und der Herkunft der AbschlĂŒsse. Seit dem Inkrafttreten dieses Gesetzes bis Ende 2022 wurden insgesamt rund 365 000 AntrĂ€ge zur Anerkennung von bundesrechtlich oder landesrechtlich geregelten Berufen gestellt. Dabei hĂ€tten Berufe im Gesundheitswesen die gröĂte Rolle gespielt, heiĂt es in dem neuen Bericht. Es geht etwa um Krankenpfleger und Ărzte. Aber auch Ingenieursberufe machten einen groĂen Anteil aus.
Nicht immer steht am Ende des Verfahrens eine Anerkennung der Qualifikationen: Von den Verfahren zu bundesrechtlich geregelten Berufen endeten laut dem Bericht im Jahr 2022 rund 47 Prozent mit der BestÀtigung der vollen Gleichwertigkeit. Bei 41 Prozent wurde eine Auflage erteilt, um eine Gleichwertigkeit zu erreichen. Bei 10 Prozent wurde nur eine teilweise Gleichwertigkeit festgestellt - bei zwei Prozent keine Gleichwertigkeit.
Die gesetzlichen Fristen fĂŒr die Bearbeitung der AntrĂ€ge liegen laut Bericht bei zwei und vier Monaten. Im Jahr 2022 wurden 76 Prozent der Verfahren, die Berufe nach Bundesrecht betrafen, innerhalb dieser Frist abgeschlossen. Insgesamt sei die Bearbeitungszeit kĂŒrzer geworden, obwohl die Zahl der AntrĂ€ge zugenommen habe, hieĂ es. Stark-Watzinger sagte: "Unser Ziel muss sein, dass auslĂ€ndische FachkrĂ€fte noch einfacher und schneller bei uns arbeiten können." Zusammen mit den BundeslĂ€ndern solle der Vollzug der Anerkennungsverfahren noch einmal verbessert werden.
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