Kanada, USA

Kanada und USA nehmen HandelsgesprÀche wieder auf

30.06.2025 - 05:49:15 | dpa.de

Immer wieder provoziert Trump Kanada damit, es als US-Bundesstaat annektieren zu wollen. Am Freitag kĂŒndigte er alle HandelsgesprĂ€che mit dem Nachbarland auf - nun gibt es eine neue Wendung.

  • Kanada hebt geplante Digitalsteuer auf. (Archivbild) - Foto: Sean Kilpatrick/The Canadian Press/AP/dpa
    Kanada hebt geplante Digitalsteuer auf. (Archivbild) - Foto: Sean Kilpatrick/The Canadian Press/AP/dpa
  • Die USA nĂ€hmen sofort wieder HandelsgesprĂ€che mit Kanada auf - bestĂ€tigt Trumps Wirtschaftsberater Kevin Hassett auf Nachfrage. (Archivbild) - Foto: Alex Brandon/AP/dpa
    Die USA nÀhmen sofort wieder HandelsgesprÀche mit Kanada auf - bestÀtigt Trumps Wirtschaftsberater Kevin Hassett auf Nachfrage. (Archivbild) - Foto: Alex Brandon/AP/dpa
Kanada hebt geplante Digitalsteuer auf. (Archivbild) - Foto: Sean Kilpatrick/The Canadian Press/AP/dpa Die USA nÀhmen sofort wieder HandelsgesprÀche mit Kanada auf - bestÀtigt Trumps Wirtschaftsberater Kevin Hassett auf Nachfrage. (Archivbild) - Foto: Alex Brandon/AP/dpa

Kanada und die USA nehmen ihre HandelsgesprĂ€che doch wieder auf. Das teilten beide Seiten mit. Der kanadische Premierminister Mark Carney erklĂ€rte laut Mitteilung des Finanzministeriums am Sonntagabend (Ortszeit), sein Land habe seinen Plan, US-Technologieunternehmen zu besteuern, in Erwartung «eines fĂŒr beide Seiten vorteilhaften umfassenden Handelsabkommens» zurĂŒckgezogen. Die Steuer sollte an diesem Montag in Kraft treten. Die USA sind fĂŒr Kanada mit Abstand der wichtigste Handelspartner.

Der Wirtschaftsberater von US-PrĂ€sident Donald Trump, Kevin Hassett, bestĂ€tigte am Montag im Sender Fox News die neue Wendung in den Handelsbeziehungen. Auf die Frage, ob die USA die Verhandlungen mit Kanada nun sofort wieder aufnehmen werden, sagte er: «Oh, auf jeden Fall.» Beim G7-Gipfel habe Trump von Kanada unter anderem gefordert, von der Steuer abzurĂŒcken. «Es ist etwas, das sie geprĂŒft haben, dem sie nun zugestimmt haben, und das bedeutet mit Sicherheit, dass wir die Verhandlungen wieder aufnehmen können.»

Vergangene Woche kĂŒndigte Trump noch alle GesprĂ€che auf

Der US-PrĂ€sident hatte am Freitag «alle» HandelsgesprĂ€che mit Kanada aufgekĂŒndigt und dem Nachbarland mit neuen Zöllen gedroht. Als Grund fĂŒr den Abbruch der HandelsgesprĂ€che nannte Trump die von Kanada geplante EinfĂŒhrung einer Digitalsteuer auf GeschĂ€fte amerikanischer Unternehmen. Dies sei «ein direkter und unverfrorener Angriff auf unser Land», sagte Trump. Kanada kopiere wohl die EuropĂ€ische Union, die das auch gemacht habe. Mit der EU gebe es dazu laufende GesprĂ€che.

Die kanadische Regierung teilte mit, Carney und Trump hĂ€tten vereinbart, die Verhandlungen wieder aufzunehmen, um bis zum 21. Juli 2025 eine Einigung zu erzielen. Kanadas Finanzminister François-Philippe Champagne sagte, die Aufhebung der geplanten Digitalsteuer werde es ermöglichen, dass die Verhandlungen ĂŒber eine neue Wirtschafts- und Sicherheitsbeziehung mit den Vereinigten Staaten entscheidende Fortschritte machen könnten. 

Die kanadische Regierung hatte bereits vor einem Jahr, also noch wĂ€hrend der Amtszeit von US-PrĂ€sident Joe Biden, eine neue Digitalsteuer (DST) eingefĂŒhrt. Die DST verpflichtet den Angaben zufolge große in- und auslĂ€ndische Unternehmen zur Zahlung einer dreiprozentigen Steuer auf bestimmte UmsĂ€tze, die sie durch Online-Nutzerinnen und -Nutzer in Kanada erzielen. Mit dem Vorgehen will Kanada eine Besteuerung digitaler Unternehmen dort sicherstellen, wo diese Profit machen - in diesem Fall im amerikanischen Nachbarland.

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